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Vor­trag „Anti­se­mi­tis­mus an Schu­len und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen“ von Frau Prof. Dr. Julia Bern­stein (Frank­furt UAS)

„Komm her, du Jude!“ – „Wes­ter­mann gehört nun den Roth­schilds“ – „Ich habe gar nicht gewusst, was genau das Eri­ka­lied ist …“

 

Dies sind nur eini­ge der Din­ge, die man auf Pau­sen­hö­fen, Abitur­zei­tun­gen oder bei Exkur­sio­nen als Lehr­kraft – neu­er­dings lei­der auch am PKG – ver­stärkt zu hören oder lesen bekommt. Das The­ma Anti­se­mi­tis­mus in der Schu­le erfährt zuneh­mend Bri­sanz, nicht zuletzt wegen der ange­spann­ten welt­po­li­ti­schen Lage. Es ist sogar so wich­tig, dass das Insti­tut für Schul­qua­li­tät und Bil­dungs­for­schung Mün­chen (ISB) ein eige­nes Por­tal „Bay­ern gegen Anti­se­mi­tis­mus“ auf­ge­setzt hat. Sowohl Staats­re­gie­rung als auch Schul­ver­wal­tung haben das Pro­blem erkannt.

Dem woll­te der För­der­ver­ein des Gym­na­si­ums in nichts nach­ste­hen und weil wahr­schein­lich die wenigs­ten Eltern, Schü­ler oder Lehr­kräf­te auch nur im Ansatz ein Bild davon haben, wie weit Anti­se­mi­tis­mus oder gene­rell Aus­län­der­feind­lich­keit an Schu­len um sich greift, hat er am Mitt­woch, 29. Novem­ber 2023, die Sozio­lo­gin Frau Prof. Dr. Julia Bern­stein als Exper­tin zu einem Vor­trag dar­über an die Schu­le ein­ge­la­den. Frau Bern­stein hält eine „Pro­fes­sur für Dis­kri­mi­nie­rung und Inklu­si­on in der Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft“ an der Uni­ver­si­ty of Appli­ed Sci­en­ces (UAS) Frank­furt. Ihre Arbeits­schwer­punk­te umfas­sen u. a. Anti­se­mi­tis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und Ras­sis­men in den Insti­tu­tio­nen, visu­el­len Medi­en und im All­tag. Ihre viel beach­te­te Stu­die „Mach mal kei­ne Juden­ak­ti­on“ (2018) war die ers­te über­haupt, die das Erle­ben von Anti­se­mi­tis­mus im Bil­dungs­sek­tor aus jüdi­scher Per­spek­ti­ve unter­such­te. Im Jahr 2020 ver­öf­fent­lich­te sie dar­auf auf­bau­end das Buch „Anti­se­mi­tis­mus an Schu­len in Deutsch­land. Befun­de – Ana­ly­sen – Handlungsoptionen“.

Lei­der konn­te Frau Prof. Dr. Bern­stein aus Ter­min­grün­den nicht per­sön­lich anwe­send sein, des­we­gen wur­de sie unter der kun­di­gen Exper­ti­se unse­res All­round­tech­ni­kers Domi­nik Fabry, dem der FöV hier­für zu gro­ßem Dank ver­pflich­tet ist, digi­tal in die Klei­ne Hal­le gezau­bert. Es kamen etwa 30 Inter­es­sier­te, um ihrem Vor­trag zu lau­schen. Nach einer guten Stun­de gab es eine klei­ne Pau­se, wäh­rend derer das Abi­ball­team der Q12 die Anwe­sen­den gegen Spen­den lecker ver­kös­tig­te. Danach beant­wor­te­te Frau Prof. Dr. Bern­stein noch alle Fra­gen, die wäh­rend des Vor­trags digi­tal gesam­melt wor­den waren, und stell­te sich manch kri­ti­scher Anmer­kung aus der Hörerschaft.

Ins­ge­samt darf man resü­mie­ren, dass es ein gewinn­brin­gen­der und damit sicher­lich nicht ver­geu­de­ter Abend war. Der För­der­ver­ein freut sich stets, wenn er der Schul­ge­mein­schaft Gutes tun kann!

 

Für den Vor­stand des Fördervereins

OStR Robert Reisacher