Unsere Schulpsychologin
StDin Christine Schaller (Dipl. Psych.)

Unsere Schulpsychologin
StDin Christine Schaller (Dipl. Psych.)
Liebe Schüler, sehr geehrte Eltern,
wohl wissend um die Scheu, mit der man der Psychologie oft gegenübersteht, möchte ich Schüler und Eltern ermuntern, von meiner Sprechstunde regen Gebrauch zu machen.
Anlässe können sein:
Die Beratung ist grundsätzlich vertraulich, neutral und kostenfrei.
Meine telefonische Sprechstunde ist Dienstag von 11.15 bis 12.00 Uhr (Telefon: 0821/3102-7241).
Außerhalb dieser Zeit ist mein telefonischer Anrufbeantworter eingeschaltet. Bitte hinterlassen Sie hier Name und Telefonnummer. Ich rufe dann zeitnah zurück.
Bei Depressionen und Angststörungen können sich Schüler und ihre Eltern grundsätzlich an alle Lehrer ihres Vertrauens wenden. Darüber hinaus möchte ich Sie aber zahlreiche andere innerschulische und außerschulische Hilfsangebote hinweisen: Informationen zu Depression und Angststörung
Terminvereinbarungen bitte telefonisch unter der obigen Telefonnummer oder per Email an: christine.schaller@gymgersthofen.de
Das Beratungszimmer (Zi. A.1.20) befindet sich im 1. Stock des Gebäudeteils A.
Häufige Fragen an die Schulpsychologin
Gründe können Probleme mit Mitschülern sein, das schlechte Klassenklima, weil man als Außenseiter nicht akzeptiert wird oder weil die Noten nicht mehr passen. Manchmal auch übermäßige Aufregung vor Prüfungen oder Streit mit den Eltern. Häufig sind die Gründe privat. Liebeskummer, die Eltern trennen sich, ein Elternteil ist krank. Oder eine Freundin steckt in einer Krise, ritzt vielleicht oder nimmt Drogen
Manchmal möchte man oder kann sich nicht an solche Menschen wenden. Vielleicht, weil die Probleme so groß erscheinen, vielleicht aber auch, weil es einfach unangenehm oder peinlich ist.
Manche kommen in der Pause zu meinem Zimmer. Manchmal liegt auch ein Zettel für mich in meinem Fach im Lehrerzimmer. Und wieder andere sprechen mich einfach mal auf der Treppe oder auf dem Gang an. Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, mich anzurufen oder mir auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen.
Zunächst einmal wird man eine Gesprächspartnerin mit einem offenen Ohr finden. Egal, ob die Probleme groß oder klein sind. Ich höre zunächst einmal aufmerksam zu, versuche das Problem zu erfassen, vielleicht Ordnung und Klarheit in ein Gedanken-Wirrwarr zu bringen, vielleicht Ursachen zu finden. Dann überlege ich mit dem Schüler gemeinsam eine Lösungsmöglichkeit. Manchmal bleibt es bei einem einzelnen Gespräch, manchmal werden weitere Gespräche vereinbart. Immer wieder kommt es auch vor, dass ich einen Schüler an eine andere Adresse weitervermittle.
Dass heute jemand ein Psycho ist, weil er sich beraten lassen will, ist längst überholt. Wir sind fühlende und denkende Wesen und keine Maschinen, daher ist es völlig normal, sich beraten zu lassen. Man geht ja auch mit anderen Schwierigkeiten zu einem Fachmann.
Schulpsychologen mit einem festen Sitz an den Schulen, das gibt es nur in Bayern. Das hat viele Vorteile. Die Schüler haben durch meine Präsenz die Möglichkeit mich erst einmal kennen zu lernen und Vertrauen zu fassen. Da ich am Paul-Klee-Gymnasium eine Doppelfunktion habe, also auch unterrichte, kenne ich den Betrieb außerdem ganz genau und kann viele Schülerprobleme besser verstehen.
Manche assoziieren Schulpsychologie mit Lernschwierigkeiten, Vernachlässigung im Elternhaus, Gewalteskalation. Nun schmeißen aber ja Gymnasiasten im Normalfall nicht mit Stühlen um sich und Prügeleien gehören auch nicht zum gymnasialen Alltag. Die Probleme von Gymnasiasten sind unauffälliger. Viele Schüler plagen sich insgeheim mit enormen Leistungsdruck. Aggressionen werden gegen die eigene Person gerichtet. Ritzen, Suchtverhalten, Essstörungen, Suizidgedanken. Gefährdet sind manchmal die „Stillen“, die im Pausenhof am Rand stehen und im Unterricht vielleicht auch gar nicht auffallen.
Bayerische Schulpsychologen haben immer eine Doppelrolle, sie arbeiten neben der psychologischen Beratung auch als Lehrer. An der Universität haben sie neben der Schulpsychologie noch mindestens ein weiteres Schulfach studiert. Bei mir war das Latein und Geschichte. Da ich mich als Studentin noch nicht auf eine schulische Berufstätigkeit festlegen wollte, studierte ich im Anschluss Diplom-Psychologie, machte eine Ausbildung als Psychotherapeutin und arbeitete einige Jahre in einer Fachklinik für suchtkranke junge Menschen. Als Schulpsychologin in Gersthofen bin ich nun seit dem Schuljahr 2002/2003.
Ganz klar: Nein. Ich setzte voll auf die freiwillige Gesprächsbereitschaft der Schüler, ich will auf keinen Fall, dass ein Schüler gegen seinen Willen zu mir geschickt wird. Zu einem Gespräch mit mir kann man nicht „verdonnert“ werden.“
Ein Schulpsychologe ist wie ein Arzt zur Verschwiegenheit verpflichtet. Für mich ist das intakte Vertrauensverhältnis zu den Schülern die Basis meiner Arbeit. Was mit mir in einem Raum besprochen wird, das bleibt da drin. Informationen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Hilfesuchenden an andere weitergegeben.