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So lang­sam eta­bliert es sich … „Das PKG slammt!“

Seit drei Jah­ren nun tref­fen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab der Jahr­gangs­stu­fe 10 am PKG zum Wett­streit der Wor­te. Auch der Umzug in das neue Schul­ge­bäu­de ließ die Durch­füh­rung des Poet­ry Slam nicht abrei­ßen! Sie­ben Poe­tin­nen und Poe­ten gaben sich die Ehre und die­ses Mal in einem erstaun­lich regel­mä­ßi­gen Wech­sel von hei­te­ren und nach­denk­li­chen Tex­ten, wie stets gezo­gen von einer rei­zen­den Glücks­fee. Cin­dy Böhm (Q12) bestimm­te durch das Los fol­gen­de Rei­hen­fol­ge: Rebec­ca König (10a) leg­te ful­mi­nant mit ihrem Gedicht „Ich lie­be ihn“ vor, das über den stu­fen­wei­sen Abstieg einer Lie­be berich­te­te, die sich letzt­lich in Ableh­nung ver­wan­delt („Ich lie­be ihn nicht!“). Danach folg­te ein hei­te­res Plä­doy­er für den Schnurr­bart als „Das bes­te Glied“ des Man­nes von Leon­hard Meis­ner (10a). Was geschieht, wenn man ihn sich ver­se­hent­lich abra­siert? Die fünf Pha­sen der Trau­er um einen Bart … Auch der drit­te Text, ver­fasst und vor­ge­tra­gen von Paul Wamsie­del (Q12), kam humor­voll daher, denn ihm gelang das Kunst­stück, in sei­ne „Leh­rer­wan­de­rung des Frit­zes“ unglaub­li­che 37 Namen des Leh­rer­kol­le­gi­ums ein­zu­bau­en. Ein wahr­haft gran­dio­ses Wort­spiel! Im vier­ten Text von Oli­ver Glatt (Q12) wur­de es wie­der nach­denk­li­cher, er beschäf­tig­te sich tief­grün­dig mit dem The­ma der Selbst­fin­dung, des Wachs­tums und der Ver­än­de­rung. Hoch phi­lo­so­phisch und sehr anre­gend! Ali­şa Kaçan (Q12) zeich­ne­te in ihrem Gedicht das Bild einer ganz nor­ma­len Pau­se im Q-Raum, in der ein gewis­ser „L.“ (der im wah­ren Leben natür­lich ganz anders heißt!) mit allen, die ihm vor die rhe­to­ri­sche Flin­te lau­fen, das Wort­ge­fecht sucht. Ein bis­si­ger Text, der es jedoch gekonnt schaff­te, nie­mals belei­di­gend zu wir­ken, ganz dem hora­zi­schen Dik­tum des riden­tem dice­re ver­um („lachend die Wahr­heit sagen“) fol­gend. Im vor­letz­ten Bei­trag setz­te sich Leon Bins­wan­ger (Q12) nach­denk­lich mit der Fra­ge aus­ein­an­der, was wohl wäre „Wenn ich mor­gen tot bin“. Den unge­wöhn­li­chen Abschluss im Rei­gen der Tex­te bil­de­te das Johan­nes-Duo der 10. Klas­se: Johan­nes Blösch (10b) und Johan­nes Höge­nau­er (10c) skiz­zier­ten den auto­bio­gra­fi­schen „Skan­dal“ ihrer Tren­nung in zwei ver­schie­de­ne Klas­sen im lau­fen­den Schul­jahr – und das in baye­ri­scher Mund­art! Dia­lekt­för­de­rung beim Schul­poet­ry Slam – das war neu.

Ins­ge­samt zeug­ten nach Über­ein­stim­mung vie­ler der anwe­sen­den Lehr­kräf­te alle Tex­te von einem erstaun­lich hohen Niveau, sodass auch für den Poet­ry Slam am PKG gel­ten darf: Aller guten Din­ge sind drei, der drit­te war bis­her der beste!

Doch wie bei jedem Wett­be­werb kann auch bei die­sem nur eine Per­son sieg­reich sein und beim 3. Poet­ry Slam am PKG heißt sie: Ali­şa Kaçan. Ihr Text über die Pau­se im Q-Raum erhielt mit knap­pem Vor­sprung von 1,7 dB vor dem skan­dal­ge­beu­tel­ten Gedicht der Johan­nes­se den lau­tes­ten Applaus und so ist es Ali­şa, die das vom För­der­ver­ein des PKG gespon­ser­te „Sie­gaaaaa! T-Shirt“ erhält. An die­ser Stel­le ein herz­li­ches Dan­ke­schön dafür! Frau Nieße­ler über­reich­te allen Poe­tin­nen und Poe­ten als Aner­ken­nung für ihren Mut zur Teil­nah­me noch einen Scho­ko­rie­gel aus dem Ange­bot von Frau Milch­erts Fairtrade-Produktpalette.

Und das Fazit? So lang­sam kommt das Gefühl auf, dass sich der Poet­ry Slam am PKG eta­bliert und so bleibt nur zu sagen: Auf ein freu­di­ges Wie­der­se­hen zum 4. Poet­ry Slam im Schul­jahr 2025/26!

 

OStR Robert Reisacher

(Orga­ni­sa­tor des Poet­ry Slam)