01 Juni Frankreichaustausch 2026
Zwei tolle Wochen mit vielfältigen Erlebnissen, neuen Freundschaften und unvergesslichen Erinnerungen.
Endlich ging es los! Am Dienstag früh, 17. März 2026, standen wir, Schüler der Klassen 9a, 9c und 9d, verschlafen und aufgeregt am Augsburger Hauptbahnhof. Mit vollgepackten Koffern warteten wir auf unseren Zug Richtung Bretagne, der uns unserem Ziel, dem Austausch mit den Collèges Le Cleu Saint-Joseph in Redon und Sainte-Anne in La Gacilly näherbringen würde. Abends wurden wir von unseren Austauschpartnern freudig am Bahnhof Redon erwartet. Todmüde, aber glücklich sind wir schließlich in unseren Gastfamilien untergebracht und nach einer kleinen Mahlzeit völlig erschöpft eingeschlafen.
Am nächsten Morgen, nach einem Frühstück zwischen Nutellatoast, Pain au Chocolat, Croissants oder Madeleines, wurden wir herzlich am Collège Le Cleu empfangen. Nach einer Schulhausführung gehörte der Nachmittag den Gastfamilien, denn nur am Mittwoch haben die französischen Schüler ab 12:00 Uhr schulfrei. Während einige mit ihren Familien malerische Orte besucht haben, haben andere sich sportlich betätigt oder an den Hobbys ihrer Gastschüler mit teilgenommen.
Der Donnerstag begann kreativ: nach einer geschichtlichen Schnitzeljagd durch den Ort Saint-Jean-la-Poterie, bekannt für seine Tradition der Töpferei, durften wir unsere handwerklichen Künste zeigen. Mit Farben haben wir einen aus Keramik gefertigten Briefumschlag gestaltet. Zum Mittagessen ging es zurück in das Collège Le Cleu in Redon in deren „cantine“. Am Nachmittag wurden wir offiziell vom Bürgermeister im Rathaus empfangen. Der Tag endete so kreativ wie er begonnen hatte: mit einer Schnitzeljagd durch Redon.
Das Collège Sainte-Anne in La Gacilly besuchten wir am Freitag. Dort haben wir am Unterricht, z. B. in Mathe, „art-plastique“ oder „histoire-géo“ teilgenommen. Anschließend durften wir ihre Sprachenwoche kennenlernen. Richtig spannend wurde es im Musée Immersif Yves Rocher. In einem Rundgang tauchten wir in die virtuelle Lebensgeschichte von Yves Rocher ein und erlebten diese mit allen Sinnen. Wer mochte, konnte seine Kosmetik einkaufen.
Das Wochenende haben wir in den jeweiligen Gastfamilien verbracht und teilweise einiges erlebt. So wurden Ausflüge ans Meer oder Stadtbesichtigungen unternommen, Partys gefeiert, Freunde getroffen oder die Alltagsaktivitäten der Familien begleitet. Diese Zeit war sehr wertvoll. Hier haben wir französische Küche richtig intensiv genossen, Spezialitäten gekostet und den Lebensstil hautnah erleben dürfen.
Auf dieses Highlight haben sich die deutschen wie auch die französischen Schüler schon lange gefreut. Denn am Montag stand der Besuch des Mont-Saint-Michel auf dem Plan. Die circa zweistündige Busfahrt brachte uns in die Normandie zur kleinen Insel, auf der die Abtei thront. Besonders schön war, dass wir die Insel mit den vielen kleinen Geschäften und den Mont-Saint Michel selbst erkunden durften. Auf dem Rückweg besuchten wir noch die malerische Hafenstadt Saint-Malo. Voll mit schönen Erinnerungen sind wir erschöpft zu den Gasteltern zurückgekehrt.
Die Städte Rennes und Vannes haben wir jeweils mit einer Stadtführung am Dienstag und Donnerstag erkundet. Am Dienstag fand zudem für alle der Abschlussabend mit ganz leckeren Snacks, wie Wraps, Gemüsesticks, Kuchen und vielen interessanten Gesprächen statt.
Auch unsere Kochbegabungen mussten wir unter Beweis stellen. Am Mittwoch durften wir alle in der Schulküche in Redon Crêpes backen und anschließend unsere Kreationen essen. Das hat allen sehr viel Spaß bereitet. Nachmittags traf man sich wieder in den Familien. Einige haben Abschlusspartys gefeiert oder sind zum Bowling gegangen.
Am Donnerstag, 27. März 2026 ging es schließlich sehr früh los: der Tag der Abreise war gekommen. Mit einem lachenden, einem weinenden Auge und mit vielen schönen, gemeinsamen Erinnerungen nahmen wir herzlich Abschied von unseren Gastfamilien. Es blieb aber die Vorfreude auf ein Wiedersehen.
Diese insgesamt 10 Tage waren für uns alle eine ganz besondere Erfahrung. Wir haben nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessern können, sondern es sind auch neue Freundschaften entstanden. Eines steht fest: für uns alle war es ein unvergessliches Erlebnis.
Wiedersehen in Deutschland
Am Montag, den 27.05.2026 durften wir dann den Gegenbesuch, der mit dem französischen Schnellzug, anreiste in Deutschland Willkommen heißen. Nach einem freudigen Wiedersehen machten sich die Gastfamilien mit ihren Gästen auf den Heimweg. Der nächste Tag begann, nach dem individuellen Schulweg, teils mit Bus, mit einer Schulhausführung, die von Schülerinnen und Schülern der Klasse 9C organisiert wurde. Anschließend durften sich die Französinnen und Franzosen am deutschen Unterrichtsgeschehen beteiligen, bevor sie den Nachmittag wieder in den Gastfamilien verbrachten, wo teils spannende Aktivitäten auf sie warteten. Der Mittwoch begann für die Gäste mit einem Stadtrundgang durch Augsburg und einer Rätselrunde auf den hiesigen Stadtmarkt. Nachmittags, nach einer Mittagspause, stießen die deutschen Schülerinnen und Schüler vor der Bowlinghalle auf die Gruppe. Der Schultag endete hier nach mehreren Runden Bowling zusammen. Der nächste Tag war für einen Ganztagesausflug aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Austausches reserviert. Nach der Anreise mit der Ragionalbahn, machte sich die deutsch-französische Gruppe zu einer Stadtführung auf, die von den Deutschen Schülern selbst vorbereitet wurde. Hierbei übernahm jeweils eine Gruppe von 3 bis 5 Leuten eine Sehenswürdigkeit der Münchner Innenstadt. Die anschließende Freizeit wurde ausgiebig genutzt um Mittagspause zu mache oder einkaufen zu gehen. Gegen 17 Uhr endete der Ausflug am Gersthofer Bahnhof, wo sich schon alle auf das verlängerte Maiwochenende freuten, dass die Französinnen und Franzosen in den Gasfamilien verbrachten. Für jenes organisierte jede Familie selbst spannende Aktivitäten. Montags zurück in der Schule, schauten sich die Gäste Gersthofen einmal genauer an. Neben einer Fotorallye und einem Besuch im Rathaus stand auch ein Besuch im Ballonmuseum auf dem Programm. Der Nachmittag war wieder in den Gasfamilien. Der darauffolgende Tag wurde von den Besuchern für ein längerer Ausflug nach Nördlingen genutzt, wo sie zunächst eine Führung durch die Altstadt bekamen und dann etwas Freizeit verbringen durften. Am Mittwoch besuchten die Gäste noch einmal den Unterricht, anschließend spielten Deutsche wie Franzosen gemeinsam Spiele, die etwa von zeichnen, malen oder Sprichwörter in beiden Sprachen, handelte. Etwas später fand dann der deutsch-französische Abend statt, bei dem jede Gasfamilie etwas zu essen mitbrachte und gemeinsam Spiele gespielt, gegessen und eine Dia-Show, mit den schönsten Momenten des Austausches, auf dem Programm standen. Und Donnerstag morgen war es auch schon wieder Zeit sich zu verabschieden. Bei diesem Austausch sind viele neue Freundschaften entstanden, weshalb die ein oder andere Abschiedsträne floss. Nicht nur die jeweils andere Sprache, auch die Kultur und neue Menschen haben diesen Austausch zu etwas sehr Wertvollen für die Teilnehmer gemacht, an das sie sich noch lang erinnern werden.






