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Frank­reich­aus­tausch 2026

Zwei tol­le Wochen mit viel­fäl­ti­gen Erleb­nis­sen, neu­en Freund­schaf­ten und unver­gess­li­chen Erinnerungen

End­lich ging es los! Am Diens­tag früh, 17. März 2026, stan­den wir, Schü­ler der Klas­sen 9a, 9c und 9d, ver­schla­fen und auf­ge­regt am Augs­bur­ger Haupt­bahn­hof. Mit voll­ge­pack­ten Kof­fern war­te­ten wir auf unse­ren Zug Rich­tung Bre­ta­gne, der uns unse­rem Ziel, dem Aus­tausch mit den Col­lè­ges Le Cleu Saint-Joseph in Redon und Sain­te-Anne in La Gacil­ly näher­brin­gen wür­de. Abends wur­den wir von unse­ren Aus­tausch­part­nern freu­dig am Bahn­hof Redon erwar­tet. Tod­mü­de, aber glück­lich sind wir schließ­lich in unse­ren Gast­fa­mi­li­en unter­ge­bracht und nach einer klei­nen Mahl­zeit völ­lig erschöpft eingeschlafen.
Am nächs­ten Mor­gen, nach einem Früh­stück zwi­schen Nutel­la­toast, Pain au Cho­co­lat, Crois­sants oder Made­lei­nes, wur­den wir herz­lich am Col­lè­ge Le Cleu emp­fan­gen. Nach einer Schul­haus­füh­rung gehör­te der Nach­mit­tag den Gast­fa­mi­li­en, denn nur am Mitt­woch haben die fran­zö­si­schen Schü­ler ab 12:00 Uhr schul­frei. Wäh­rend eini­ge mit ihren Fami­li­en male­ri­sche Orte besucht haben, haben ande­re sich sport­lich betä­tigt oder an den Hob­bys ihrer Gast­schü­ler mit teilgenommen.
Der Don­ners­tag begann krea­tiv: nach einer geschicht­li­chen Schnit­zel­jagd durch den Ort Saint-Jean-la-Pote­rie, bekannt für sei­ne Tra­di­ti­on der Töp­fe­rei, durf­ten wir unse­re hand­werk­li­chen Küns­te zei­gen. Mit Far­ben haben wir einen aus Kera­mik gefer­tig­ten Brief­um­schlag gestal­tet. Zum Mit­tag­essen ging es zurück in das Col­lè­ge Le Cleu in Redon in deren „can­ti­ne“. Am Nach­mit­tag wur­den wir offi­zi­ell vom Bür­ger­meis­ter im Rat­haus emp­fan­gen. Der Tag ende­te so krea­tiv wie er begon­nen hat­te: mit einer Schnit­zel­jagd durch Redon.
Das Col­lè­ge Sain­te-Anne in La Gacil­ly besuch­ten wir am Frei­tag. Dort haben wir am Unter­richt, z. B. in Mathe, „art-plas­tique“ oder „his­toire-géo“ teil­ge­nom­men. Anschlie­ßend durf­ten wir ihre Spra­chen­wo­che ken­nen­ler­nen. Rich­tig span­nend wur­de es im Musée Immer­sif Yves Rocher. In einem Rund­gang tauch­ten wir in die vir­tu­el­le Lebens­ge­schich­te von Yves Rocher ein und erleb­ten die­se mit allen Sin­nen. Wer moch­te, konn­te sei­ne Kos­me­tik einkaufen.
Das Wochen­en­de haben wir in den jewei­li­gen Gast­fa­mi­li­en ver­bracht und teil­wei­se eini­ges erlebt. So wur­den Aus­flü­ge ans Meer oder Stadt­be­sich­ti­gun­gen unter­nom­men, Par­tys gefei­ert, Freun­de getrof­fen oder die All­tags­ak­ti­vi­tä­ten der Fami­li­en beglei­tet. Die­se Zeit war sehr wert­voll. Hier haben wir fran­zö­si­sche Küche rich­tig inten­siv genos­sen, Spe­zia­li­tä­ten gekos­tet und den Lebens­stil haut­nah erle­ben dürfen.
Auf die­ses High­light haben sich die deut­schen wie auch die fran­zö­si­schen Schü­ler schon lan­ge gefreut. Denn am Mon­tag stand der Besuch des Mont-Saint-Michel auf dem Plan. Die cir­ca zwei­stün­di­ge Bus­fahrt brach­te uns in die Nor­man­die zur klei­nen Insel, auf der die Abtei thront. Beson­ders schön war, dass wir die Insel mit den vie­len klei­nen Geschäf­ten und den Mont-Saint Michel selbst erkun­den durf­ten. Auf dem Rück­weg besuch­ten wir noch die male­ri­sche Hafen­stadt Saint-Malo. Voll mit schö­nen Erin­ne­run­gen sind wir erschöpft zu den Gast­el­tern zurückgekehrt.
Die Städ­te Ren­nes und Van­nes haben wir jeweils mit einer Stadt­füh­rung am Diens­tag und Don­ners­tag erkun­det. Am Diens­tag fand zudem für alle der Abschluss­abend mit ganz lecke­ren Snacks, wie Wraps, Gemü­se­sticks, Kuchen und vie­len inter­es­san­ten Gesprä­chen statt.
Auch unse­re Koch­be­ga­bun­gen muss­ten wir unter Beweis stel­len. Am Mitt­woch durf­ten wir alle in der Schul­kü­che in Redon Crê­pes backen und anschlie­ßend unse­re Krea­tio­nen essen. Das hat allen sehr viel Spaß berei­tet. Nach­mit­tags traf man sich wie­der in den Fami­li­en. Eini­ge haben Abschluss­par­tys gefei­ert oder sind zum Bow­ling gegangen.
Am Don­ners­tag, 27. März 2026 ging es schließ­lich sehr früh los: der Tag der Abrei­se war gekom­men. Mit einem lachen­den, einem wei­nen­den Auge und mit vie­len schö­nen, gemein­sa­men Erin­ne­run­gen nah­men wir herz­lich Abschied von unse­ren Gast­fa­mi­li­en. Es blieb aber die Vor­freu­de auf ein Wiedersehen.
Die­se ins­ge­samt 10 Tage waren für uns alle eine ganz beson­de­re Erfah­rung. Wir haben nicht nur unse­re Fran­zö­sisch­kennt­nis­se ver­bes­sern kön­nen, son­dern es sind auch neue Freund­schaf­ten ent­stan­den. Eines steht fest: für uns alle war es ein unver­gess­li­ches Erlebnis. 

Wie­der­se­hen in Deutschland

Am Mon­tag, den 27.05.2026 durf­ten wir dann den Gegen­be­such, der mit dem fran­zö­si­schen Schnell­zug, anreis­te in Deutsch­land Will­kom­men hei­ßen. Nach einem freu­di­gen Wie­der­se­hen mach­ten sich die Gast­fa­mi­li­en mit ihren Gäs­ten auf den Heim­weg. Der nächs­te Tag begann, nach dem indi­vi­du­el­len Schul­weg, teils mit Bus, mit einer Schul­haus­füh­rung, die von Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Klas­se 9C orga­ni­siert wur­de. Anschlie­ßend durf­ten sich die Fran­zö­sin­nen und Fran­zo­sen am deut­schen Unter­richts­ge­sche­hen betei­li­gen, bevor sie den Nach­mit­tag wie­der in den Gast­fa­mi­li­en ver­brach­ten, wo teils span­nen­de Akti­vi­tä­ten auf sie war­te­ten. Der Mitt­woch begann für die Gäs­te mit einem Stadt­rund­gang durch Augs­burg und einer Rät­sel­run­de auf den hie­si­gen Stadt­markt. Nach­mit­tags, nach einer Mit­tags­pau­se, stie­ßen die deut­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor der Bow­ling­hal­le auf die Grup­pe. Der Schul­tag ende­te hier nach meh­re­ren Run­den Bow­ling zusam­men. Der nächs­te Tag war für einen Ganz­ta­ges­aus­flug aller Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen des Aus­tau­sches reser­viert. Nach der Anrei­se mit der Ragio­nal­bahn, mach­te sich die deutsch-fran­zö­si­sche Grup­pe zu einer Stadt­füh­rung auf, die von den Deut­schen Schü­lern selbst vor­be­rei­tet wur­de. Hier­bei über­nahm jeweils eine Grup­pe von 3 bis 5 Leu­ten eine Sehens­wür­dig­keit der Münch­ner Innen­stadt. Die anschlie­ßen­de Frei­zeit wur­de aus­gie­big genutzt um Mit­tags­pau­se zu mache oder ein­kau­fen zu gehen. Gegen 17 Uhr ende­te der Aus­flug am Gerst­ho­fer Bahn­hof, wo sich schon alle auf das ver­län­ger­te Mai­wo­chen­en­de freu­ten, dass die Fran­zö­sin­nen und Fran­zo­sen in den Gas­fa­mi­li­en ver­brach­ten. Für jenes orga­ni­sier­te jede Fami­lie selbst span­nen­de Akti­vi­tä­ten. Mon­tags zurück in der Schu­le, schau­ten sich die Gäs­te Gerst­ho­fen ein­mal genau­er an. Neben einer Foto­ral­lye und einem Besuch im Rat­haus stand auch ein Besuch im Bal­lon­mu­se­um auf dem Pro­gramm. Der Nach­mit­tag war wie­der in den Gas­fa­mi­li­en. Der dar­auf­fol­gen­de Tag wur­de von den Besu­chern für ein län­ge­rer Aus­flug nach Nörd­lin­gen genutzt, wo sie zunächst eine Füh­rung durch die Alt­stadt beka­men und dann etwas Frei­zeit ver­brin­gen durf­ten. Am Mitt­woch besuch­ten die Gäs­te noch ein­mal den Unter­richt, anschlie­ßend spiel­ten Deut­sche wie Fran­zo­sen gemein­sam Spie­le, die etwa von zeich­nen, malen oder Sprich­wör­ter in bei­den Spra­chen, han­del­te. Etwas spä­ter fand dann der deutsch-fran­zö­si­sche Abend statt, bei dem jede Gas­fa­mi­lie etwas zu essen mit­brach­te und gemein­sam Spie­le gespielt, geges­sen und eine Dia-Show, mit den schöns­ten Momen­ten des Aus­tau­sches, auf dem Pro­gramm stan­den. Und Don­ners­tag mor­gen war es auch schon wie­der Zeit sich zu ver­ab­schie­den. Bei die­sem Aus­tausch sind vie­le neue Freund­schaf­ten ent­stan­den, wes­halb die ein oder ande­re Abschieds­trä­ne floss. Nicht nur die jeweils ande­re Spra­che, auch die Kul­tur und neue Men­schen haben die­sen Aus­tausch zu etwas sehr Wert­vol­len für die Teil­neh­mer gemacht, an das sie sich noch lang erin­nern werden.