09 Dez. Der neue Heizungskeller des PKG
Im Oktober führte unser Hausmeister Herr Hagenbusch interessierte Schülerinnen und Schüler des Wahlkurs „Energie- und Umweltteam“ durch den Heizungskeller des Paul-Klee-Gymnasiums. Während dieses Besuchs wurden den Kindern spannende Einblicke in die moderne Heiztechnik und die nachhaltige Energieversorgung der Schule gewährt und erläutert.
Ein zentrales Element der Heizungsanlage sind die Grundwasserwärmepumpen, deren Brunnen zur Wasserversorgung auf der Südseite des Schulgebäudes angelegt sind. Die Wärmepumpen entnehmen dem Grundwasser dabei bis zu 5°C. Diese entnommene Temperatur wir dann über Wärmetauscher dem Heizkreislauf der Schule zugeführt. Auf der Nordseite des Gebäudes wird das kältere Wasser dann wieder über sogenannte Schluckbrunnen zurückgeführt. Dabei wird die entnommene Grundwassermenge sowie die Grundwasserhöhe kontinuierlich überwacht und darf gewisse Grenzwerte nicht überschreiten.
Ein weiterer interessanter Aspekt, den die Schüler erfuhren, ist die geplante digitale Steuerung der Heizungsanlage. In naher Zukunft wird es dem Hausmeister möglich sein, die Einstellungen direkt über seinen PC vorzunehmen. Dies umfasst nicht nur die Heizungssteuerung, sondern auch die Regelung der Kühlung, was besonders in den heißen Sommermonaten von Bedeutung ist.
Die Schüler lernten auch, dass die Heizungsanlage eine gewisse Trägheit aufweist. Hierdurch wird eine Vorausplanung von 3 bis 4 Tagen notwendig, um eine optimale Temperaturregelung zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Räume immer angenehm temperiert sind. Dies kann laut Herrn Hagenbusch insbesondere bei kurzfristen Wetterumschwüngen eine Herausforderung sein.
Für die Beheizung der Turnhalle wird neben den Wärmepumpen zusätzlich eine Kombination aus Fernwärme und Gas verwendet, um auch im Katastrophenfall eine zuverlässige Wärmeversorgung zu garantieren. Die Möglichkeit der Fremdsteuerung der Heizungsanlage sorgt dafür, dass sie weniger störungsanfällig ist und Probleme schnell gelöst werden können. Dies gilt auch für die Lüftungssysteme, die für ein gesundes Raumklima sorgen.
Herr Hagenbuch erläuterte, dass sich die Heizleistung im Vergleich zum alten Schulgebäude mehr als halbiert hat, obwohl das neue Gymnasium eine größere Fläche besitzt. Dies ist dank einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und einer modernen Dämmung möglich.
Dies ist auch am den Energieausweis der Schule ersichtlich, da der Primärenergiebedarf bei lediglich 64 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt.
Dieser Wert liegt für ein Nichtwohngebäude in einem sehr guten Bereich und ist vergleichbar mit einem Passivhaus. Anschließend findet eine Diskussion über die Primärenergie und den Energieausweis von Gebäuden statt, um diese Begriffe den Schülern plausibler zu machen.
Der Besuch im Heizungskeller war für das Energie- und Umweltteam eine lehrreiche Erfahrung. Die Schüler konnten dabei nicht nur die technischen Details der Heizungsanlage kennenlernen, sondern auch die Bedeutung nachhaltiger Energienutzung für unsere Schule verstehen und diese im Energieausweis des Paul-Klee-Gymnasiums wiedererkennen. Ein herzlicher Dank gilt Herrn Hagenbusch für die informative Führung und die spannenden Einblicke in die Welt der Heiztechnik!
Energie- und Umweltteam des PKG