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Poet­ry Slam mit Geburts­tags­lied – 4. Dich­ter­wett­streit am PKG

Das vier­te Tref­fen von muti­gen Slam­me­rin­nen und Slam­mern der Jahr­gangs­stu­fen 10 bis 13 am PKG hat­te einen beson­de­ren Cha­rak­ter, es war für unse­re Ver­hält­nis­se ein Slam der Superlative:

Erst­ma­lig tra­fen vier Jahr­gangs­stu­fen zusam­men, denn im Schul­jahr 2025/26 gibt es erst­mals wie­der eine 13. Klas­se am baye­ri­schen Gym­na­si­um, die Q12 stell­te heu­er zum ers­ten Mal seit Bestehen des Poet­ry Slams am PKG ein Slam­mer­team, durf­te also dabei sein, und auch aus der 10. Jahr­gangs­stu­fe fand sich mit Ron­ja Kre­mer (10c) eine muti­ge Poe­tin, die ihr Kön­nen zum Bes­ten gab. Die Jahr­gangs­stu­fe 11 war mit vier teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­lern die am häu­figs­ten ver­tre­te­ne und das Publi­kum mit mehr als 250 Jugend­li­chen das größ­te, das ein Slam am PKG je erlebt hat. Auch die Teil­neh­mer­zahl war so groß wie nie zuvor, mit zehn Akti­ven konn­ten acht Per­for­man­ces bestaunt wer­den, sechs Ein­zel­dar­bie­tun­gen und zwei Slamduos.

Oli­ver Glatt aus der Q13, ein hono­ri­ger Text­vor­trä­ger ver­gan­ge­ner Jah­re, über­nahm die­ses Mal das Amt der rei­zen­den Glücks­fee und leg­te durch das Los fol­gen­de Rei­hen­fol­ge für die Auf­trit­te fest: Rebec­ca König (11a) durf­te – wie schon im letz­ten Jahr – den Wett­streit eröff­nen und tat dies erneut mit einem Text über die Lie­be. Die Quint­essenz ihrer Aus­füh­run­gen war, dass man der Lie­be immer wie­der eine Chan­ce geben soll­te, auch wenn man ent­täuscht wird. An zwei­ter Stel­le rück­te ihr – erstaun­li­cher­wei­se eben­falls wie im letz­ten Jahr – Leon­hard Meis­ner (11a) nach, der heu­er jedoch nicht über den Schnurr­bart des Man­nes sprach, son­dern sich fol­gen­der Über­le­gung wid­me­te: „Wäre mein Leben eine Serie …“. Er stell­te sich dabei ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten vor: Eine Come­dy­se­rie? Eine Dra­ma­se­rie? Eine Sit­com? Eine Par­odie? Oder gar ein Musi­cal? Egal, was es wäre, er kam zu dem Schluss, er selbst wäre doch nur Zuschau­er … Mit dem ers­ten Slam­mert­duo Johan­nes Blösch (11a) und Johan­nes Höge­nau­er (11a) wur­de das geneig­te Audi­to­ri­um Ohren­zeu­ge eines ganz nor­ma­len Schul­ta­ges am PKG – beru­hend auf wah­ren Bege­ben­hei­ten. Ein Stück zum Schmun­zeln! Danach schick­te das Los die Sie­ge­rin des 3. Poet­ry Slam im letz­ten Schul­jahr, Ali­şa Kaçan (Q13), auf die Büh­ne, die sich heu­er einen wei­te­ren Mit­schü­ler vor­knöpf­te und hei­ter bis derb par­odier­te: ihren bes­ten Bank­nach­barn und Mit­kon­kur­ren­ten Paul Wamsie­del. Vie­le der Anwe­sen­den muss­ten laut auf­la­chen bei ihren Beschrei­bun­gen! Leon Bins­wan­ger (Q13) trat als nächs­ter Poet ins Ram­pen­licht, und dies in der Rol­le eines Rhap­so­den, denn er nahm sich sti­lis­tisch Homer zum Vor­bild, besang aber nicht wie die­ser den Groll des Achill bei den bau­chi­gen Schif­fen der Achai­er, son­dern den Schmerz über den Ver­lust des letzt­jäh­ri­gen Q-Raums samt aller gemüt­li­chen Sofas im 1. Stock des neu­en Schul­ge­bäu­des. In ihrer Auf­ga­be nicht ermü­dend, schick­te die rei­zen­de Glücks­fee Olli nun Ron­ja Kre­mer (10c) ins Ren­nen, die mit einem ful­mi­nan­ten, nach­denk­li­chen Debüt zu unse­rem Ver­ständ­nis von Aus­län­dern und Inte­gra­ti­on (oder eben ihrem Feh­len), den Cha­rak­ter­zü­gen von guten und schlech­ten Men­schen und den Grün­den für Flucht das Publi­kum zu Bei­falls­stür­men hin­riss. Ein Meis­ter­werk! Den vor­letz­ten Text brach­te das zwei­te Slam­mer­team, ein Duo aus der Q12, bestehend aus Anna Bene­vo­len­ski und Ella Fitz­Ge­rald, zu Gehör. Auch er dreh­te sich um den alten Q-Raum. Die­ser Ver­lust scheint wirk­lich einen Schü­ler­nerv getrof­fen zu haben … Nach die­sem Auf­tritt hielt der Slam Mas­ter kurz inne, um alle Anwe­sen­den dar­über zu infor­mie­ren, dass Ella an die­sem Frei­tag, den 13. Febru­ar 2026, ihren 18. Geburts­tag fei­ern konn­te, was mit einem Hap­py bir­th­day to you aus etwa 260 Schü­ler- und Leh­r­erkeh­len sowie einem klei­nen Geburts­tags­ku­chen nebst einer Trö­te als Geschenk kom­men­tiert wur­de. Eine sicht­lich gerühr­te Ella nahm die Prä­sen­te freu­dig an. Nach die­ser ers­ten musi­ka­li­schen Ein­la­ge bei einem Poet­ry Slam an unse­rer Schu­le durf­te Paul Wamsie­del (Q13) die 4. Dich­ter­schlacht mit sei­ner „Ode an das PKG und die Q13“ beschließen.

Wie immer galt auch 2026: Es kann nur einen Sie­ger geben. Und obgleich er wegen der Beden­ken bei der Grö­ße des Gewin­ner T-Shirts den Sieg gar nicht anstreb­te, gewann bei sei­ner (schul­be­ding­ten) letz­ten Teil­nah­me eben jener Paul Wamsie­del aus der Q13, indem er einen Applaus erhielt, der in sei­ner Laut­stär­ke dem Geräusch­pe­gel eines Press­luft­ham­mers in nichts nach­stand. Somit erhält er das vom För­der­ver­ein des PKG gespon­ser­te „Sie­gaaaaa!“ T-Shirt. An die­ser Stel­le – wie immer – ein herz­li­cher Dank an den För­der­ver­ein für die jah­re­lan­ge Unter­stüt­zung die­ses Events. Frau Nieße­ler und Herr Fritz über­reich­ten allen Poe­tin­nen und Poe­ten als Aner­ken­nung für ihren Mut zur Teil­nah­me noch einen Scho­ko­rie­gel aus dem Ange­bot von Frau Milch­erts Fair­trade-Pro­dukt­pa­let­te. Ein beson­ders schö­nes Zei­chen setz­te die Schul­lei­tung beim 4. Poet­ry Slam durch ihr Erschei­nen wäh­rend der Abstim­mung des Gewin­ners und zur Siegerehrung.

 

OStR Robert Reisacher

(Orga­ni­sa­tor des Poet­ry Slam)