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Autoren­le­sung mit David Mayonga

Am Mon­tag, 18.3.2024 fand im Rah­men der Lese­för­de­rung unter der Lei­tung von Caro­lin Milch­ert und anläss­lich der Anti- Ras­sis­mus-Woche eine Lesung mit David Mayon­ga aka Roger Rekless in der Stadt­hal­le Gerst­ho­fen in Koope­ra­ti­on mit der­Stadt­bi­blio­thek Gerst­ho­fen statt.
David Mayon­ga, Musi­ker, Pro­du­zent, Mode­ra­tor und schließ­lich auch Autor sei­nes Buches „Ein N**** darf nicht neben mir sit­zen“, berich­te­te wäh­rend sei­nes Vor­trags von sei­ner Kind­heit und Jugend­zeit, sei­nen ras­sis­ti­schen Erfah­run­gen, die er als Schwar­zer bereits im Kin­der­gar­ten machte.
Dabei las er auch Abschnit­te aus dem oben genann­ten Buch vor, die er emo­tio­nal, aber auch humor­voll dar­bot. Mayon­ga wuchs im ober­baye­ri­schen Markt Schwa­ben auf. Klin­gel­strei­che und Fuß­ball spie­len präg­ten sei­ne Kind­heit. Eines war jedoch immer anders, oft bekam er Ärger für Din­ge, die er nicht gemacht hat­te oder bei denen er gar nicht dabei war. Mayon­ga hör­te oft den Satz: „Ich weiß njcht wer es war, aber der Mayon­ga war dabei!“ Aus­gren­zung erfuhr er bereits im Kin­der­gar­ten, als ein Kind zu ihm sag­te: “Ein N*** darf nicht neben mir sit­zen!” Die­ser Satz war für ihn so prä­gend, dass er zum Titel sei­nes Buches wur­de. Durch sol­che Erfah­run­gen hat­te er
schon früh Pro­ble­me damit, sich zuge­hö­rig zu füh­len. In sei­ner Jugend­zeit iden­ti­fi­zier­te er sich sehr mit der „schwar­zen Musik“ aus den USA, wie Rap und Hip-Hop, er hat­te das Gefühl die­se Art von Musik wür­de direkt zu ihm spre­chen, er fühl­te sich ver­stan­den. Spä­ter mach­te er auch selbst, unter ande­rem in der Band “Deich­kind” Musik. Eini­ge sei­ner Songs spiel­te er auch beim Vor­trag, was gro­ßen Anklang bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern fand.
Der För­der­ver­ein des Paul-Klee-Gym­na­si­ums unter­stütz­te die Akti­on mit einer groß­zü­gi­gen Finanzierungshilfe.

Fin­ja Künt­zel, 11c