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Fair naschen am Paul-Klee-Gymnasium

Unter dem Mot­to „Fai­rer Febru­ar“ fin­den der­zeit am Paul-Klee-Gym­na­si­um eini­ge fai­re und
nach­hal­ti­ge Aktio­nen statt.
Den Start­schuss mach­te ein Scho­ko­la­den-Tas­ting, das vom schul­ei­ge­nen Wahl­kurs Fairtra­de durch­ge­führt wur­de. Dank der Unter­stüt­zung des För­der­ver­eins durf­ten fünf Klas­sen an einer kos­ten­lo­sen Scho­ko­la­den-Ver­kos­tung teil­neh­men und Geschmack, aber auch Preis- Leis­tungs­ver­hält­nis ver­schie­de­ner fai­rer Süßig­kei­ten beur­tei­len. Dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Ihren Ein­schät­zun­gen rich­tig lagen, beweist der frei­täg­li­che Pau­sen­ver­kauf von fai­rer Scho­ko­la­de: Bereits nach zwei Ver­kaufs­ta­gen waren zwei der fünf ange­bo­te­nen Pro­duk­te aus­ver­kauft. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Wahl­kur­ses und wei­te­re flei­ßi­ge Hel­fe­rin­nen und Hel­fer hat­ten alle Hän­de voll zu tun die gro­ße Nach­fra­ge zu bewäl­ti­gen. Frau Milch­ert, Betreue­rin und Initia­to­rin, zeig­te sich sehr zufrie­den. „Unse­re Ver­ant­wor­tung als Kon­su­ment wahr­zu­neh­men, ist wich­ti­ger denn je. Da ist die Schu­le ein guter Ort, um damit anzu­fan­gen und zu fra­gen: Wo kom­men unse­re Pro­duk­te her? Wie wer­den sie ange­baut und her­ge­stellt? Wie kann ich als End­ver­brau­cher zu einer fai­re­ren Ver­tei­lung beitragen?“

Die Sinn­haf­tig­keit von fai­ren Stan­dards bei Scho­ko­la­de zeigt im Fai­ren Febru­ar die Aus­stel­lung „Make cho­co­la­te fair“ von INKO­TA-netz­werk e.V. im Paul-Klee-Gym­na­si­um. Die Aus­stel­lung wur­de vom För­der­kreis des Gym­na­si­ums finan­ziert. INKO­TA setzt sich unter die­sem Kam­pa­gne­ti­tel für einen fai­ren Kakao­preis ein, mahnt die Ein­hal­tung von Men­schen- und Arbeits­rech­ten in der Kakao­bran­che an, for­dert Schu­lungs­pro­gram­me für eine nach­hal­ti­ge und öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft und ver­langt unab­hän­gi­ge Zer­ti­fi­zie­rungs- und Kon­troll­sys­te­me. Auf sechs Roll-Ups erfah­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­drück­lich, wie Scho­ko­la­de her­ge­stellt wird und von der trau­ri­gen Wahr­heit, unter wel­chen Bedin­gun­gen die­se so belieb­te Süßig­keit ihren Anfang nimmt: Das pro-Kopf-Ein­kom­men einer Kakao­bau­ern­fa­mi­lie an der Elfen­bein­küs­te – das Land, in dem welt­weit am meis­ten Kakao ange­baut wird – liegt mit 45 Cent unter einem Euro. Nur 6% des Ver­kaufs­prei­ses von kon­ven­tio­nel­ler Scho­ko­la­de gehen an die Kakao­bäue­rin­nen und -bau­ern, wäh­rend die Scho­ko­la­den­her­stel­ler 33% erhal­ten. Erschüt­ternd war für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler außer­dem, dass schät­zungs­wei­se 2,26 Mil­lio­nen Kin­der auf den Kakao­plan­ta­gen in West­afri­ka arbei­ten müs­sen. Die Aus­stel­lung nimmt über­dies ver­schie­de­ne Sie­gel unter die Lupe und macht auf die unter­schied­li­chen Stan­dards aufmerksam.

Das Paul-Klee-Gym­na­si­um möch­te durch den Ver­kauf von fai­rer Scho­ko­la­de die Kakao­bäue­rin­nen und -bau­ern unter­stüt­zen. Dies mag nur ein klei­ner Bei­trag für das über­ge­ord­ne­te Ziel der glo­ba­len Gerech­tig­keit sein, doch Emma, eine 5-Kläss­le­rin und Teil­neh­me­rin am Fairtra­de-Wahl­kurs, drückt es fol­gen­der­ma­ßen aus: „Klei­ne Schrit­te sind bes­ser als kei­ne Schrit­te.“ Recht hat sie.


v. l. n. r. Fabia­na Lice­ta Quis­pe, Seda Acar, Miley Hen­le, Vivi­en­ne Weh­ner, Gabri­el Wolter