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Der ökologische Fußabdruck

Beim letz­ten Tref­fen des Ener­gie­teams im Jahr 2019 rech­ne­ten wir unse­ren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck auf der Web­site https://www.fussabdruck.de/ aus.
Der öko­lo­gi­sche Fuß­ab­druck beschreibt die Flä­che, die ein Mensch für sei­nen Lebens­stil benö­tig. Dabei beinhal­tet die­se Flä­che nicht nur sei­nen Lebens­raum, son­dern bezieht auch die nöti­gen Flä­chen jeg­li­cher benutz­ten Pro­duk­te (wie Nah­rungs­mit­tel, Klei­dung, …) sowie deren Ent­sor­gung mit ein.

Ein Bei­spiel: Der größ­te Teil unse­rer Klei­dung wird in Süd­ost­asi­en her­ge­stellt. Wenn man sich nun ein neu­es Shirt zulegt dann wird auch der Platz mit ein­be­rech­net den die Fabrik und die Baum­woll­plan­ta­ge ein­neh­men.
Uns ist beim Ver­gleich des öko­lo­gi­schen Fuß­ab­drucks auf­ge­fal­len, dass die­ser vor Allem bei west­li­chen Indus­trie­län­dern sehr groß ist. Auch ist uns klar gewor­den, dass die Flä­che der Erde nicht aus­rei­chen wür­de, wenn jeder Mensch unse­ren Lebens­stil anneh­men wür­de.

Wür­den alle Men­schen den durch­schnitt­li­chen Lebens­stil der indi­schen Bevöl­ke­rung besit­zen, wäre hier­zu „nur“ 70% der Land­ober­flä­chen der Erde nötig. Wenn jeder so leben wür­de wie der durch­schnitt­li­che Aus­tra­li­er, wäre hier­zu schon die vier­fa­che Erd­flä­che not­wen­dig! Auf­fal­lend hier­bei ist der welt­wei­te Durch­schnitt, da die­ser bei 1,75 Erden liegt. Zudem wächst die­ser glo­ba­le öko­lo­gi­sche Fuß­ab­druck: 2018 lag er noch bei 1,65 Erden. Das bedeu­tet, dass wir unse­re Erde und ihre Res­sour­cen nicht nach­hal­tig nut­zen und sich die Erde somit nicht in dem Maße rege­ne­rie­ren kann, wie wir sie bean­spru­chen.

Im Fol­gen­den haben wir uns gefragt, was wir tun kön­nen, um zukünf­tig unse­ren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck zu ver­rin­gern und nach­hal­ti­ger zu leben:

1. Ernäh­rung

Als ers­tes soll­te man auf sei­ne Ernäh­rung ach­ten. Wie oft isst man tie­ri­sche oder nicht sai­so­na­le Pro­duk­te? Wie viel Essen lan­det in der Ton­ne?
All die­se Fak­to­ren beein­flus­sen den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck. Denn zum Bei­spiel nimmt Tier­zucht (inklu­si­ve deren Fut­ter­pflan­zen) viel mehr Platz ein als der Anbau von Getrei­de, Gemü­se oder Obst für eine vege­ta­ri­sche Ernäh­rung. Wenn die­se Pro­duk­te im Müll lan­den, wur­den die Res­sour­cen zu deren Her­stel­lung schlicht­weg unge­nutzt ver­schwen­det.

2. Woh­nen

Wie viel Lebens­raum benö­tigt man wirk­lich? Wäh­rend eine der durch­schnitt­li­che Wohn­raum pro Per­son in Deutsch­land ca. 40m² beträgt liegt die­ser in Indi­en bei gera­de mal 1m². Somit soll­te man sich kri­tisch über­le­gen, wie­viel Wohn­raum wir wirk­lich benö­ti­gen oder ob man unbe­dingt einen Gar­ten braucht.

3. Kon­sum

Was man auch redu­zie­ren kann ist der per­sön­li­che Kon­sum. Damit ist gemeint, wie vie­le neue Pro­duk­te man sich kauft. Fra­gen wie: „Brau­che ich wirk­lich neue Kla­mot­ten? „ oder „Brau­che ich wirk­lich jedes Jahr ein neu­es Smart­pho­ne?“ sind hier­zu mehr als berech­tigt. Denn mit dem Kauf all die­ser Pro­duk­te bean­spru­chen wir (meist im pro­du­zie­ren­den Aus­land) Flä­chen, wodurch unser öko­lo­gi­scher Fuß­ab­druck steigt.

Ins­ge­samt ist der öko­lo­gi­sche Fuß­ab­druck eine anschau­li­che Ori­en­tie­rungs­hil­fe für den eige­nen Lebens­stil. Ermitt­le doch auch ein­mal dei­nen eige­nen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck auf https://www.fussabdruck.de/! Mit 13 ein­fa­chen Fra­gen kannst du dei­nen per­sön­li­chen Fuß­ab­druck schät­zen und Tipps für einen fai­ren Fuß­ab­druck erhal­ten.

Sal­va­to­re Tam­ba­ro