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Mittelalterliches Internet

Unnüt­zes Wis­sen Teil VI

Die­ser Bei­trag des „Wis­sens, das die Welt nicht braucht …“ beschäf­tigt sich mit der Anhäu­fung von Wis­sen. Heut­zu­ta­ge ist es sehr ein­fach, etwas über Din­ge her­aus­zu­fin­den, die man nicht kennt: Man bemüht ein­fach Wiki­pe­dia! Zu einer Zeit jedoch, in der alles noch ana­log funk­tio­nier­te und es kein Den­ken an ein welt­ver­bin­den­des Medi­um wie das Inter­net gab, muss­te man sich in Büchern schlau machen, sog. Enzy­klo­pä­di­en. Sol­che Mam­mut­wer­ke des Wis­sens wur­den schon in der Anti­ke ver­fasst, etwa vom römi­schen Kai­ser Clau­di­us, der sich im Bereich der Geschichts­schrei­bung sehr her­vor­tat (lei­der sind alle sei­ne Wer­ke ver­lo­ren).

Der pro­duk­tivs­te und wohl auch gebil­dets­te Enzy­klo­pä­di­en­schrei­ber dürf­te jedoch an der Gren­ze von Spät­an­ti­ke und frü­hem Mit­tel­al­ter gelebt haben: Isi­dor von Sevil­la, ein Spa­ni­er, der in sei­nem Werk Ety­mo­lo­giae (auch Ori­gi­nes genannt) alles beschreibt, was man zu sei­ner Zeit wuss­te – und das in allen Berei­chen der Kul­tur! Des­halb wird er ger­ne auch als „Ein-Mann-Inter­net“ sei­ner Zeit bezeich­net und unter gläu­bi­gen Men­schen ist heut­zu­ta­ge sogar ein Streit dar­über ent­brannt, ob er nicht zum Schutz­hei­li­gen des Inter­nets erho­ben wer­den soll­te.

Isi­dor wird ca. 560 n. Chr. in einem bedeu­ten­den Ort gebo­ren, der spa­ni­schen Stadt Car­ta­ge­na. Von hier aus star­te­te näm­lich eini­ge hun­dert Jah­re frü­her der kar­tha­gi­sche Feld­herr Han­ni­bal sei­nen berühm­ten Marsch mit den Kriegs­e­le­fan­ten über die Alpen!