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Rätselhaftes …

Unnüt­zes Wis­sen Teil V

Jetzt war es län­ge­re Zeit still um das Wis­sen, das die Welt nicht braucht, aber …

… nun ist es wie­der da, und zwar mit ein paar klei­nen Aus­füh­run­gen zum Rät­sel!

Rät­sel begeg­nen uns immer wie­der im All­tag. Sei es in der Zei­tung das Kreuz­wort­rät­sel, sei es im Mathe­un­ter­richt das, was der Leh­rer vor­ne an der Tafel erzählt, oder etwa auch in Form unse­rer bes­ten Freun­din, deren Ver­hal­ten in letz­ter Zeit uns wahr­lich Rät­sel auf­gibt.

Die Anti­ke unter­schei­det wort­ge­schicht­lich zwei Arten von Rät­seln:

1.) Zunächst ein­mal das aenig­ma, das mit dem alt­grie­chi­schen Wort αἷνος (ainos) „Geschich­te, Erzäh­lung, Fabel“ ver­wandt ist. Hier­bei han­delt es sich um Sinn­rät­sel, also Rät­sel, bei denen man einen bestimm­ten Gegenstand/Sachverhalt durch die Beschrei­bung sei­ner Merk­ma­le erra­ten muss. Ein deut­sches Bei­spiel wäre etwa: „Wenn man es braucht, wirft man es weg, wenn man es nicht braucht, holt man es wie­der. Was ist´s?“ Ant­wort: Der Anker.

2.) Dane­ben gibt es noch den γρῖφος (gri­phos) „Fischer­netz, Reu­se“, der als bewusst zum Irr­tum ver­lei­ten­de Fra­ge ver­stan­den wer­den muss. Die­se Art Rät­sel­spiel­chen waren wohl bei Sym­po­si­en im alten Grie­chen­land die gewöhn­lichs­te und belieb­tes­te Art der Unter­hal­tung (vgl. Becker: Cha­rik­les. Bil­der alt­grie­chi­scher Sit­te, 1840, S. 475).

In sei­nen Ursprün­gen gehör­te das Aenig­ma in den Bereich der Mythen­er­klä­rung und Ora­kel­spra­che, sodass der Begriff sach­lich eng mit dem Rät­sel­haf­ten, Uner­klär­li­chen ver­knüpft war. Man fin­det ihn eben­so in der grie­chisch-anti­ken Tra­gö­die wie in phi­lo­so­phi­scher Lite­ra­tur. Auch die Bibel kennt aenig­ma als Bezeich­nung für das Rät­sel­wort Got­tes an die Pro­phe­ten (Rei­sa­cher, PegOn 1/2010, S. 94).