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Latein

 

QUID AD ME?WOZU LATEIN?

 

Man ist Euro­pä­er, wenn man civis Roma­nus gewor­den ist.

(Ernst Robert Cur­ti­us, Pro­fes­sor für Roma­nis­tik)

 

Um eines gleich vor­weg­zu­schi­cken: Latein­un­ter­richt hat ande­re Zie­le als der Unter­richt in den moder­nen Fremd­spra­chen.

 

Spra­chen las­sen sich in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­chen (bspw. Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Spa­nisch) und Refle­xi­ons­spra­chen (bspw. Latein) ein­tei­len. Wäh­rend Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­chen der Ver­stän­di­gung die­nen, die­nen Refle­xi­ons­spra­chen dem Ver­ständ­nis.

 

Mit ande­ren Wor­ten: Eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­che wird nor­ma­ler­wei­se mit dem Ziel gelernt, sich (im Ide­al­fall) mit Spre­chern die­ser Spra­che über All­tags­the­men aus­tau­schen oder Infor­ma­tio­nen aus Gebrauchs­tex­ten (bspw. einer Bedie­nungs­an­lei­tung) her­aus­fil­tern zu kön­nen. Durch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­chen wird dem­nach inter­kul­tu­rel­ler Aus­tausch ermög­licht.1

 

Im Unter­richt von Refle­xi­ons­spra­chen lernt man, das Sys­tem von Spra­che zu ver­ste­hen, also was sich hin­ter Spra­che an sich, was sich hin­ter Tex­ten ver­birgt. Sprach­ver­ständ­nis ist Vor­aus­set­zung für Gedan­ken­ver­ständ­nis. Erst wenn ich ein dif­fe­ren­zier­tes Gespür dafür ent­wi­ckelt habe, was mir jemand mit­tei­len möch­te, kann ich den Gedan­ken ver­ste­hen, der dahin­ter­steht! Und dabei ist es egal, ob die­se Mit­tei­lung schrift­lich oder münd­lich erfolgt. Kurz­um: Im Latein­un­ter­richt lernt man nicht Latei­nisch zu spre­chen, im Latein­un­ter­richt lernt man die Welt zu ver­ste­hen! Durch das uns nächs­te Frem­de (Uvo Höl­scher, Pro­fes­sor für Klas­si­sche Phi­lo­lo­gie) der Anti­ke wird dem Latein­schü­ler vor Augen geführt, wie er sich in sei­ner moder­nen Welt ori­en­tie­ren kann, denn vie­les von dem, was uns heu­te bewegt, hat auch schon die Men­schen in der Anti­ke beschäf­tigt. Man den­ke etwa an zen­tra­le phi­lo­so­phi­sche Fra­gen wie „Was ist der Mensch?“ oder „Wann bin ich gut?“

 

Doch nicht nur das, Latein hat noch mehr zu bie­ten: Latein­kennt­nis­se för­dern in spe­zi­fi­scher Wei­se die fremd- und mut­ter­sprach­li­che Kom­pe­tenz. Die pas­si­ve Sprach­kom­pe­tenz in Eng­lisch und den roma­ni­schen Spra­chen (am PKG Fran­zö­sisch und Spa­nisch) wird durch soli­de Latein­kennt­nis­se erhöht – so hat bspw. Eng­lisch über 50% sei­nes Wort­schat­zes aus dem Latei­ni­schen über­nom­men. Dadurch ist man als guter Latei­ner fähig, sich die­se Spra­chen schnel­ler anzu­eig­nen und man ent­wi­ckelt auch ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für ihre Struk­tu­ren. Auch was der Deutsch­un­ter­richt nicht leis­ten kann, weil den Schü­lern in der Regel die Distanz zur Mut­ter­spra­che fehlt, gelingt dem Latein­un­ter­richt: Am Modell der latei­ni­schen Gram­ma­tik erken­nen die Schü­ler, wie die deut­sche funk­tio­niert. So ist jede Latein­stun­de zugleich auch eine Deutsch­stun­de. Es ist daher kaum ver­wun­der­lich, dass Schu­len mit Latein als ers­ter Fremd­spra­che im jähr­li­chen Deutsch­test am Gym­na­si­um in Bay­ern um ein Viel­fa­ches bes­ser abschnei­den als ande­re. Über 30 L1 Schu­len sind unter den 50 bes­ten, obwohl sie nur einen Anteil von ca. 15% aller Gym­na­si­en haben!

 

Das Den­ken und genaue Hin­se­hen wird durch die im Latein­un­ter­richt typi­sche Arbeits­form des Über­set­zens stär­ker trai­niert als bei einem auf Kom­mu­ni­ka­ti­on und Sprach­pro­duk­ti­on aus­ge­rich­te­ten Sprach­un­ter­richt.

 

Im Latein­un­ter­richt set­zen sich die Schü­ler mit Grund­tex­ten der euro­päi­schen Kul­tur aus­ein­an­der, sie ent­wi­ckeln also ein Bewusst­sein für ihre Her­kunft und erhal­ten einen Ein­blick in die Kon­ti­nui­tät Euro­pas, was in den heu­ti­gen, beweg­ten Zei­ten mehr als not­tut.

 

Fazit: Wer Latein lernt, ent­wi­ckelt ein ande­res Ver­hält­nis zum Leben. Latein erwei­tert den kul­tu­rel­len Aus­tausch von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spra­chen um eine his­to­ri­sche Kom­po­nen­te und wer nicht weiß, woher er kommt, wird nie wis­sen, wer er ist!

 

1 Quel­le: https://www.altphilologenverband.de/index.php/latein-25/latein-schule [zuletzt gese­hen am 20.05.17]

 

 

Sag mir quando, sag mir wann …

 

Latein zu ler­nen ist am PKG nur als zwei­te Fremd­spra­che ab der 6. Klas­se mög­lich. Wer sich für dafür ent­schei­det, der hat die maxi­ma­le Mög­lich­keit, alle vier an unse­rem Gym­na­si­um ange­bo­te­nen Spra­chen zu erler­nen: Eng­lisch, Latein, Fran­zö­sisch und Spa­nisch. Er hat zudem auch die Wahl zwi­schen allen am PKG ange­bo­te­nen Zwei­gen (natur­wis­sen­schaft­lich-tech­no­lo­gi­scher, wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­cher und sprach­li­cher Zweig).

 

Und nicht zuletzt: Die Erfah­run­gen der letz­ten Jah­re zei­gen, dass die Schü­ler, die sich für sehr vie­le Spra­chen ent­schie­den haben, über­durch­schnitt­lich häu­fig unter den bes­ten Absol­ven­ten ihres Jahr­gangs zu fin­den waren …

 

Stun­den­ta­fel für den Latein­un­ter­richt (ohne Inten­si­vie­rungs­stun­den):

Klas­se678910
Stun­den44433

 

 

Wer noch mehr Ant­wor­ten sucht, dem sei fol­gen­des schma­le und schnell zu lesen­de Bänd­chen ans Herz gelegt:

 

Fried­rich Mai­er: „War­um Latein? Zehn gute Grün­de.“ Reclam, Stutt­gart.

 

 

Robert Rei­sa­cher

Latein am Gymnasium

 

Die Gegen­wart durch den Blick in die Ver­gan­gen­heit ver­ste­hen ler­nen

 

Latein in der Unter- und Mittelstufe

 

Der Latein­un­ter­richt am Gym­na­si­um lässt sich in zwei gro­ße Ein­hei­ten glie­dern: die Sprach­er­werbs­pha­se (Jahr­gangs­stu­fen 5 bzw. 6 bis 8) und die Lek­tü­re­pha­se (Jahr­gangs­stu­fen 9 bis 12). Bei uns am PKG wird Latein nur als 2. Fremd­spra­che nach Eng­lisch ange­bo­ten, d.h. ab der Jahr­gangs­stu­fe 6. Latein gilt als „Mut­ter der Spra­chen“, die so schö­ne und ras­si­ge Töch­ter wie bspw. Ita­lie­nisch, Spa­nisch oder Fran­zö­sisch her­vor­ge­bracht hat, um nur ein paar zu nen­nen, die sich vom Latei­ni­schen ablei­ten.

 

Falls die Wahl der 2. Fremd­spra­che auf Latein gefal­len ist, beginnt für die Schü­ler – zusam­men mit ihren Lehr­kräf­ten – eine span­nen­de Rei­se zurück in die Zeit der Römer, spä­ter in das Mit­tel­al­ter und auch in die Frü­he Neu­zeit. Dabei ler­nen die Kin­der bald, ihren Blick über den Tel­ler­rand hin­aus schwei­fen zu las­sen. Wer Gefal­len an der latei­ni­schen Spra­che fin­det, kann sie bis in die Ober­stu­fe hin­ein wei­ter­be­le­gen.

 

Die Spracherwerbsphase (Jahrgangsstufen 6 bis 8)

 

Am Beginn von allem steht der gründ­li­che Erwerb latei­ni­scher Sprach­kennt­nis­se. Wir am PKG benut­zen ein drei­bän­di­ges Lehr­werk, das alle rele­van­ten Phä­no­me­ne der Gram­ma­tik und den bis zur Lek­tü­re­pha­se benö­tig­ten Wort­schatz abdeckt. Die ers­ten drei Jah­re des Latein­un­ter­richts ste­hen also ganz im Zei­chen des Sprach­un­ter­richts, was jedoch nicht heißt, dass kul­tu­rell-geschicht­li­che Aspek­te der Anti­ke oder das Spre­chen über die Tex­te zu kurz kämen. Von den ers­ten Anfän­gen an bemüht sich Latein­un­ter­richt dar­um, den Schü­lern ver­schie­dens­te Kom­pe­ten­zen auf ihren Lebens­weg mit­zu­ge­ben, die weit über das Erler­nen einer Fremd­spra­che hin­aus­ge­hen.

 

Die Lektürephase (Jahrgangsstufen 9 und 10)

 

Sind die Fun­da­men­te der Sprach­kennt­nis­se zum Ende der 8. Klas­se ein­mal gelegt, tritt der Latein­un­ter­richt in eine neue Pha­se ein: Die Schü­ler bekom­men ab der Jahr­gangs­stu­fe 9 Ein­bli­cke in Kern­stel­len der latei­ni­schen Lite­ra­tur und ler­nen damit zugleich auch eini­ge der wich­tigs­ten und größ­ten Lite­ra­ten, Den­ker und Len­ker ken­nen, die die Anti­ke zu bie­ten hat. So wer­den bspw. aus den Wer­ken von Cae­sar, Nepos, Catull, Mar­ti­al, Cice­ro, Pli­ni­us, Ovid, Sene­ca u.v.m. gele­sen. Doch der Lek­tü­reun­ter­richt bleibt nicht beim „Guck­loch Anti­ke“ ste­hen. Auch mit­tel­al­ter­li­che und neu­zeit­li­che Auto­ren wer­den vor­ge­stellt, so etwa bspw. die berühm­ten Car­mi­na Burana und Huma­nis­ten wie Eras­mus von Rot­ter­dam oder Fran­ces­co Petrar­ca. Selbst Latein abseits des Bücher­ka­nons fin­det Ein­gang in den Unter­richt. In der 9. Klas­se sind Inschrif­ten in latei­ni­scher Spra­che Gegen­stand des Unter­richts, meist sogar ver­bun­den mit einer Exkur­si­on nach Augs­burg, wo sich über das gesam­te Stadt­ge­biet ver­teilt eine Viel­zahl sol­cher Inschrif­ten erhal­ten hat.

 

Ab der 10. Klas­se ist bei schrift­li­chen Lei­tungs­nach­wei­sen im Fach Latein der Gebrauch eines vom Minis­te­ri­um geneh­mig­ten Wör­ter­buchs erlaubt. Am PKG ist das „Gro­ße Schul­wör­ter­buch Latei­nisch – Deutsch“ von Lan­gen­scheidt das am meis­ten ver­wen­de­te; aber natür­lich ist auch jedes ande­re zuge­las­se­ne Wör­ter­buch erlaubt. Damit die Schü­ler nicht sinn­los im Wör­ter­buch her­um­blät­tern, ist im Latein­le­se­buch der 9. Klas­se ein Grund­wis­sens­ka­pi­tel ent­hal­ten, das sich mit dem Gebrauch des Wör­ter­bu­ches aus­ein­an­der­setzt. Der Umgang mit dem Wör­ter­buch im Klei­nen wird damit bereits an ver­schie­de­nen Stel­len des Latein­un­ter­richts in der Jahr­gangs­stu­fe 9 ein­ge­übt.

 

Latein in der Oberstufe (Q 11 und Q 12)

 

Qua­e­dam tem­po­ra eri­pi­untur nobis, qua­e­dam sub­du­cun­tur, qua­e­dam efflu­unt. Tur­pis­si­ma tamen est iac­tu­ra, quae per negle­gen­ti­am fit. Et si volue­ris adt­en­de­re, magna pars vitae elab­itur male agen­ti­bus, maxi­ma nihil agen­ti­bus, tota vita ali­ud agen­ti­bus.

 

Sene­ca, epis­tu­lae mora­les ad Luci­li­um 1,1

 

Man­che Zeit wird uns gewalt­sam geraubt, man­che heim­lich ent­wen­det und man­che ver­rinnt ein­fach. Der beschä­mends­te Ver­lust aber ist der, den wir gleich­gül­tig­keits­hal­ber ver­ur­sa­chen. Und wenn Du ein­mal dar­auf ach­ten magst: Ein gro­ßer Teil unse­rer Lebens­zeit ver­geht, indem wir Schlech­tes tun, der größ­te beim Nichts­tun und das gan­ze Leben, indem wir etwas tun, was nicht unse­rer Bestim­mung zukommt.

 

Über­set­zung: R. Rei­sa­cher

 

Est igi­tur“, inquit Afri­ca­nus, „res publi­ca res popu­li, popu­lus auten non omnis homi­num coe­tus quo­quo modo con­gre­ga­tus, sed coe­tus multi­tu­di­nis iuris con­sen­su et uti­li­ta­tis com­mu­nio­ne socia­tus.“

 

Cice­ro, de re publi­ca 1,39

 

Es ist also“, sag­te Afri­ca­nus, „der Staat (wörtl. die öffent­li­che Sache) die Sache des Vol­kes, ein Volk jedoch ist nicht jed­we­de irgend­wie zusam­men­ge­häuf­te Ansamm­lung an Men­schen, son­dern die Ansamm­lung einer Men­ge, die durch Über­ein­stim­mung hin­sicht­lich der recht­li­chen Norm und der Gemein­sam­keit des Nut­zens ver­bun­den ist.“

 

Über­set­zung: R. Rei­sa­cher

 

Latein ist eine den moder­nen Fremd­spra­chen völ­lig gleich­ge­stell­te, was die Bele­gung von Spra­chen in der Ober­stu­fe des Baye­ri­schen Gym­na­si­ums angeht. Im noch lau­fen­den G8 muss jede/r Abiturient/in min­des­tens eine fort­ge­führ­te Fremd­spra­che bis zum Ende der Schul­zeit bele­gen und dar­in auch Abitur machen. Dabei ist es belang­los, ob man sich für das schrift­li­che oder das münd­li­che Abitur (= Kol­lo­qui­um) ent­schei­det.

 

Für Schü­ler, die weni­ger dar­an inter­es­siert sind, in einer Fremd­spra­che zu kom­mu­ni­zie­ren, son­dern mehr Lust ver­spü­ren, sich mit – durch­aus all­tags­re­le­van­ten – phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken wie bspw. denen Sene­cas (s. oben) aus­ein­an­der­zu­set­zen, die auch Neu­gier dafür auf­brin­gen, womit sich anti­ke Leser unter­hal­ten haben las­sen, wenn sie einen Roman lasen, an römi­scher Geschich­te Gefal­len fin­den und nicht zuletzt der Beschäf­ti­gung mit staats­ge­schicht­li­chen bzw. staats­phi­lo­so­phi­schen Fra­ge­stel­lun­gen (s. Cice­ro oben) offen gegen­über­zu­tre­ten bereit sind, ist die Bele­gung des Faches Latein in der Ober­stu­fe eine emp­feh­lens­wer­te Opti­on. Latein frönt auch in den letz­ten bei­den Schul­jah­ren nicht blin­dem und kal­tem Uti­li­ta­ris­mus­den­ken (lat. uti­li­tas, dt. „Nut­zen, Vor­teil“), son­dern bemüht sich als geis­ti­ger Luxus, dem man sich nach sei­ner Schul­zeit wohl kaum mehr ver­schrei­ben wird, um die Per­sön­lich­keits­bil­dung des jun­gen Men­schen. Natür­lich kann man als künf­ti­ger Abitu­ri­ent die­sen Vor­teil der alten Spra­che auch mit den Vor­tei­len der moder­nen Fremd­spra­chen kom­bi­nie­ren und sowohl Latein als auch Eng­lisch, Fran­zö­sisch oder Spa­nisch bele­gen.

 

Die gym­na­sia­le Ober­stu­fe teilt sich in allen Fächern in vier Semes­ter auf. Für Latein sind im Lehr­plan als Rah­men­the­men vor­ge­ge­ben:

 

Q 11/1: Vitae phi­lo­so­phia dux – Phi­lo­so­phi­sche Hal­tun­gen

Q 11/2: Riden­tem dice­re ver­um – sati­ri­sche Bre­chun­gen

Q 12/1: Nunc aurea Roma est – Poli­ti­sche Per­spek­ti­ven

Q 12/2: Si in Uto­pia fuis­ses mecum – Staats­phi­lo­so­phi­sche Ent­wür­fe

 

Der Unter­richt in der Ober­stu­fe unter­schei­det sich im Fach Latein nicht wesent­lich von dem der Mit­tel­stu­fe. Grund­sätz­lich gilt: Mit Ein­tritt in die Lek­tü­re­pha­se (also ab der Jahr­gangs­stu­fe 9) wer­den die Schü­ler auf die Anfor­de­run­gen des Abiturs vor­be­rei­tet. Die Gestalt der Prü­fun­gen ver­än­dert sich – abge­se­hen von der Text­län­ge/-schwie­rig­keit und einem von Jahr­gangs­stu­fe zu Jahr­gangs­stu­fe tie­fe­res Ver­ständ­nis vor­aus­set­zen­den Auf­ga­ben­teil – in ihren Grund­zü­gen gar vom Anfangs­un­ter­richt der 6. Klas­se bis hin zum schrift­li­chen Abitur nicht. Es gibt stets einen Teil A (Über­set­zung) und Teil B (Auf­ga­ben­teil). Mit ande­ren Wor­ten: Bereits die aller­ers­te Latein­schul­auf­ga­be der 6. Klas­se ist nichts ande­res als ein schrift­li­ches Latei­n­a­b­itur im Mini­for­mat …

 

 

 

Die Eckdaten des Abiturs in Latein

 

Schrift­li­ches Abitur: 

Bear­bei­tungs­zeit 240 Minu­ten; Teil A: ca. 170 lat. Wör­ter; Teil B: drei Auf­ga­ben­be­rei­che unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­gra­des, aus denen der Prüf­ling selbst die von ihm zu bear­bei­ten­den Auf­ga­ben aus­sucht; Wer­tung Teil A zu Teil B wie 2 : 1; die Ver­wen­dung eines geneh­mig­ten zwei­spra­chi­gen Wör­ter­bu­ches (lat.-dt.) ist erlaubt.

 

Münd­li­ches Abitur:   

Vor­be­rei­tungs­zeit 30 Minu­ten; danach Gesamt­prü­fungs­dau­er 30 Minu­ten; zwei Prü­fungs­tei­le: Ers­ter Teil (ca. 15 Minu­ten) – Vor­trag und Prü­fungs­ge­spräch zu einem vor­ge­leg­ten Schwer­punkt­text von ca. 55/60 lat. Wör­tern (Dich­tung) bzw. 60/65 lat. Wör­tern (Pro­sa), die Ver­wen­dung eines geneh­mig­ten zwei­spra­chi­gen Wör­ter­bu­ches (lat.-dt.) ist erlaubt; Zwei­ter Teil (ca. 15 Minu­ten) – Prü­fungs­ge­spräch zu Inhal­ten aus drei Halb­jah­ren der gesam­ten Ober­stu­fe (ein Halb­jahr darf gestri­chen wer­den)

 

 

… und außer­dem:

 

Latein kann nicht nur als Sprach­kurs in der Ober­stu­fe belegt wer­den, son­dern auch im Rah­men der W- und P-Semi­na­re. Es gab und gibt seit der Ein­füh­rung des G8 am PKG immer wie­der ent­spre­chen­de Ange­bo­te (s. dazu auch „Leh­re inno­va­tiv! – Ver­netz­tes Ler­nen“)!

Fachschaft Latein

Die Fach­schaft Latein am Paul-Klee-Gym­na­si­um besteht aus acht Lehr­kräf­ten. So facet­ten­reich wie das Fach Latein ist, so viel­fäl­tig sind auch die Inter­es­sen die­ser neun Leh­rer in ihrem Zugang zur römi­schen Kul­tur und Lite­ra­tur.

OStRin Susanne Egger
s_egger

Fächer­ver­bin­dung: Latein, Sport

 

Bea­tus ille, qui pro­cul nego­tiis. (Horaz, Epo­den)

Glück­lich ist jener, der fern von Geschäf­ten ist.

Werdegang

Gebo­ren in Augs­burg, Abitur am Maria-Ward-Gym­na­si­um Augs­burg, anschlie­ßend Stu­di­um der Fächer Latein und Sport an der LMU Mün­chen, dann Refe­ren­da­ri­at in Regens­burg und Mün­chen. Zuwei­sung ans Lui­sen­burg-Gym­na­si­um Wun­sie­del, seit 2004 Leh­re­rin am PKG Gerst­ho­fen.

 

Meine Motivation

Ab una dis­ce omnes. – Ler­ne alle am Bei­spiel der einen. (frei nach Ver­gil)

Die latei­ni­sche Spra­che ver­mit­telt eine Struk­tur, die Grund­la­ge für alle moder­nen Spra­chen ist. Außer­dem begeg­nen uns im Latein­un­ter­richt vie­le inter­es­san­te Per­so­nen und span­nen­de The­men der euro­päi­schen Geschich­te.

StRin Stephanie Gärtner

Fächer­ver­bin­dung: Latein, katho­li­sche Reli­gi­ons­leh­re

 

Ver­ba docent, exem­p­la trah­unt. (nach Sene­ca, epis­tu­lae mora­les 6,5)

Wor­te beleh­ren, Bei­spie­le rei­ßen mit.

Werdegang

Gebo­ren in Augs­burg, Abitur am Peu­tin­ger Gym­na­si­um in Augs­burg, Stu­di­um der Fächer Klas­si­sche Phi­lo­lo­gie und Katho­li­sche Theo­lo­gie an der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Eich­stätt-Ingol­stadt, Refe­ren­da­ri­at in Pas­sau und Krum­bach, anschlie­ßend Leh­re­rin am Lise-Meit­ner-Gym­na­si­um Unter­ha­ching und seit Sep­tem­ber 2011 am PKG Gerst­ho­fen.

 

Meine Motivation

Logik der latei­ni­schen Spra­che und Grund­la­gen der euro­päi­schen Kul­tur.

StR Johannes Hafner

Fächer­ver­bin­dung: Latein, Sport

 

Maxi­ma debe­tur puero rever­en­tia. (Juve­nal, Sat. XIV, 47)

Einem Kind ist man größt­mög­li­che Ach­tung schul­dig.

Werdegang

- gebo­ren in Strau­bing, Abitur am Anton-Bruck­ner-Gym­na­si­um (musi­scher Zweig)

- Stu­di­um der Fächer Latein und Sport in Regens­burg

- Refe­ren­da­ri­at am Lud­wigs­gym­na­si­um und Asam-Gym­na­si­um Mün­chen

- seit 2014 Leh­rer am Paul-Klee-Gym­na­si­um

 

Meine Motivation

Im Latein­un­ter­richt möch­te ich die Schü­ler u.a. für einen bewuss­te­ren Umgang mit der eige­nen Spra­che sen­si­bi­li­sie­ren und auf der Basis der gele­se­nen Tex­te eine Offen­heit gegen­über den viel­fäl­ti­gen The­men des moder­nen Zusam­men­le­bens ver­mit­teln.

OStD Peter Krauß
p_krauss

Fächer­ver­bin­dung: Katho­li­sche Reli­gi­on, Latein, Geschich­te

 

Nul­lum est argu­men­tum magnitu­di­nis cer­ti­us quam nihil pos­se quo ins­ti­ge­ris acci­de­re. Pars supe­ri­or mun­di et ordi­na­ti­or ac pro­pinqua side­ri­bus nec in nubem cogi­tur nec in tem­pesta­tem inpel­litur nec ver­sa­tur in tur­bi­nem; omni tumul­tu caret: infe­rio­ra ful­mi­nan­tur. (Sene­ca, de ira III,6)

 

Es gibt kei­nen zuver­läs­si­ge­ren Beweis von Geis­tes­grö­ße als wenn man sich durch nichts, was begeg­nen kann, in Auf­ruhr brin­gen lässt. In der obe­ren und mehr geord­ne­ten Regi­on, in der Nähe der Gestir­ne, bil­den sich weder Wol­ken noch wer­den Stür­me erregt oder Wir­bel­win­de; sie erfährt kei­nen Auf­ruhr, nur in den nied­ri­ge­ren Regio­nen blitzt es.

Werdegang

Gebo­ren 1954 in Augs­burg, 1973 Abitur am Huma­nis­ti­schen Gym­na­si­um bei St. Ste­phan, 1974 bis 1979 Stu­di­um an der LMU Müchen, anschlie­ßend Refe­ren­da­ri­at in Würz­burg und Din­kels­bühl. Von 1981 bis 1989 Leh­rer am Gym­na­si­um Königs­brunn; von 1989 bis 1997 im Aus­lands­schul­dienst an der Deut­schen Schu­le Genua. Anschlie­ßend von 1997 bis 2001 Leh­rer am Rudolf-Die­sel-Gym­na­si­um Augs­burg. Von 2001 bis 2003 Stell­ver­tre­ten­der Schul­lei­ter am Gym­na­si­um Königs­brunn, von 2003 bis 2007 Schul­lei­ter am Alber­tus-Gym­na­si­um Lau­in­gen. Seit 2007 Schul­lei­ter am Paul-Klee-Gym­na­si­um.

StDin Renate Langer

Fächer­ver­bin­dung: Deutsch, Latein

 

Ut des­int vires, tamen est lau­dan­da vol­un­tas. (Ovid, Epis­tu­lae ex Pon­to 3,4,79)

Mögen auch die Kräf­te feh­len, so ist doch der gute Wil­le zu loben.

Werdegang

Abitur am Leon­hard-Wag­ner-Gym­na­si­um in Schwab­mün­chen, Stu­di­um der Fächer Deutsch und Latein für Lehr­amt und Magis­ter an der LMU Mün­chen, Refe­ren­da­ri­at am Wil­helms­gym­na­si­um, anschlie­ßend Leh­re­rin am Max-Planck-Gym­na­si­um in Mün­chen, seit 1996 am PKG in Gerst­ho­fen, seit 2004 auch Bera­tungs­leh­re­rin

StR Robert Reisacher
Reisacher600

Fächer­ver­bin­dung: Latein, Deutsch

 

Mihi enim liber esse non vide­tur, qui non ali­quan­do nihil agit. (Cice­ro, de ora­to­re 2,24)

Der­je­ni­ge scheint mir näm­lich nicht frei zu sein, der nicht von Zeit zu Zeit gar nichts tut.

Werdegang

Gebo­ren 1979 in Augs­burg, 1998 Abitur am Huma­nis­ti­schen Gym­na­si­um bei St. Ste­phan in Augs­burg, 1998/99 Zivil­dienst, 2000–2006 Stu­di­um der Fächer Klas­si­sche Phi­lo­lo­gie (Latein) und Ger­ma­nis­tik an der LMU Mün­chen, anschlie­ßend Refe­ren­da­ri­at in Mün­chen und Ober­ha­ching, seit Sep­tem­ber 2008 Leh­rer am PKG Gerst­ho­fen, seit 2010 Autor von Schul­bü­chern und Fach­ar­ti­keln zu latei­ni­schen The­men im Unter­richt bei diver­sen Ver­la­gen.

 

Meine Motivation

Im Anfangs­un­ter­richt lüf­tet Latein durch sei­ne kla­re Struk­tur zunächst das Geheim­nis der Spra­che und spä­ter schließt es durch das gemein­sa­me Stau­nen über die fach­li­chen Inhal­te gan­ze Wel­ten auf. Nichts ist für mich befrie­di­gen­der zu beob­ach­ten bei mei­nen Schü­le­rin­nen und Schü­lern!

StDin Christine Schaller

Fächer­ver­bin­dung: Latein, Geschich­te, Schul­psy­cho­lo­gie

 

Ne quid nimis ! (Terenz, Andria I,1)

Hal­te Maß in allem, über­trei­be nichts!

Werdegang

Gebo­ren in Nürn­berg. Stu­di­um der Fächer Latein, Geschich­te und Schul­psy­cho­lo­gie in Erlan­gen. Diplom in Psy­cho­lo­gie. Anschlie­ßend meh­re­re Jah­re als Psy­cho­the­ra­peu­tin an einer Fach­kli­nik für jun­ge Sucht­kran­ke tätig. Seit 2003 am Paul-Klee-Gym­na­si­um.

 

Meine Motivation

Latein ler­nen bedeu­tet unse­re eige­ne Welt ein wenig bes­ser ver­ste­hen.

Latein ler­nen bedeu­tet Ein­tau­chen in eine Schatz­kam­mer von Sprach­bil­dern und Sprich­wör­tern.

Latein ler­nen bedeu­tet ein Fens­ter öff­nen zu den Grund­la­gen von Kul­tur und Phi­lo­so­phie.

OStRin Ela Steiner
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Fächer­ver­bin­dung Latein, Eng­lisch

 

Per aspe­ra ad astra. – frei: Ohne Fleiß kein Preis. (Sene­ca)

Aber auch: Car­pe diem! – Nüt­ze den Tag! (Horaz)

Werdegang

Mein Abitur habe ich am Gym­na­si­um Fried­berg (damals noch Wern­her-von-Braun- Gym­na­si­um) gemacht. Stu­diert habe ich in Regens­burg, Wales und an der LMU Mün­chen. Das PKG durf­te ich schon wäh­rend mei­nes Refe­ren­da­ri­ats ken­nen­ler­nen und nach einem kur­zen Abste­cher ins Ver­lags­we­sen und mei­ner ers­ten Plan­stel­le in Frey­ung im tiefs­ten baye­ri­schen Wald kam ich dann glück­li­cher­wei­se zum Mil­le­ni­um (Schul­jahr 1999 /2000) ans PKG zurück.

 

Meine Motivation

Altes” in Kom­bi­na­ti­on mit Moder­nem fin­de ich toll. Außer­dem bin ich ein Fan von Bil­dung! Glück­li­cher­wei­se gibt es an unse­rer Schu­le vie­le Schü­ler, denen es genau­so geht und die es schät­zen kön­nen, Wis­sen ver­mit­telt zu bekom­men.

Grundkenntnisse Latein

 

Umfang­rei­che Infor­ma­tio­nen zu den grund­le­gen­den Kennt­nis­sen im Fach Latein ent­neh­men Sie bit­te dem nach­fol­gen­den PDF.

Lehrwerke und Arbeitsmaterialien

 

Am PKG wer­den im Latein­un­ter­richt fol­gen­de Lehr­bü­cher und Mate­ria­li­en ver­wen­det:

 

Spracherwerbsphase (Jahrgangsstufe 6 bis 8)

 

In den Jahr­gangs­stu­fen 6 bis 8 erlernt man zunächst die latei­ni­sche Spra­che an sich (Wort­schatz und Gram­ma­tik).

 

Lehrbuch

 

Mai­er, Friedrich/Brenner Ste­phan (Hgg.): Cur­sus. Tex­te und Übun­gen. Aus­ga­be B, 3 Bän­de. Oldenbourg/C. C. Buchner/Lindauer.

 

Bd. 1: Jahr­gangs­stu­fe 6

Bd. 2: Jahr­gangs­stu­fe 7

Bd. 3: Jahr­gangs­stu­fe 8

 

Grammatik

 

Mai­er, Friedrich/Brenner, Ste­phan (Hgg.): Cur­sus. Begleit­gram­ma­tik. Aus­ga­be B, 3 Bän­de.

 

Arbeitshefte (für Intensivierungsstunden und häusliche Übung)

 

Mai­er, Friedrich/Brenner, Ste­phan (Hgg.): Cur­sus. Arbeits­heft. Aus­ga­be B, 3 Bän­de.

 

 

Lektürephase (Jahrgangsstufen 9 und 10)

 

Obers­tes Ziel des Latein­un­ter­richts ist die Aus­bil­dung der Lek­tü­re­fä­hig­keit der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, d.h. sie sol­len latei­ni­sche Ori­gi­nal­tex­te tref­fend ins Deut­sche über­set­zen kön­nen. In der Lek­tü­re­pha­se wer­den also kei­ne von Lehr­buch­ma­chern erdach­ten Tex­te mehr über­setzt, son­dern aus einer Aus­wahl anti­ker, spät­an­ti­ker, mit­tel­al­ter­li­cher und neu­zeit­li­cher Auto­ren.

 

Lesebuch

 

Jahr­gangs­stu­fe 9

Hotz, Michael/Lausmann, Matthias/Lorenz, Sven (Hgg.): Lega­mus! Latei­ni­sches Lese­buch 1. Olden­bourg.

 

Jahr­gangs­stu­fe 10

Hotz, Michael/Lausmann, Matthias/Lorenz, Sven (Hgg.): Lega­mus! Latei­ni­sches Lese­buch 2. Olden­bourg.

 

Grammatik (zur Wiederholung grammatikalischer Phänomene aus der Spracherwerbsphase)

 

Braun, Carola/Pfaffel, Wil­helm (Hgg.): for­ma. Latei­ni­sche Gram­ma­tik. C. C. Buch­ner.

 

Arbeitshefte (für Individualunterricht und häusliche Übung)

 

Jahr­gangs­stu­fe 9

Hotz, Michael/Lausmann, Matthias/Lorenz, Sven (Hgg.): Lega­mus! Latei­ni­sches Lese­buch 1. Arbeits­heft. Olden­bourg.

 

Jahr­gangs­stu­fe 10

Hotz, Michael/Lausmann, Matthias/Lorenz, Sven (Hgg.): Lega­mus! Latei­ni­sches Lese­buch 2. Arbeits­heft. Olden­bourg.

 

 

Oberstufe (Q 11 und Q 12)

 

Die Qua­li­fi­ka­ti­ons­stu­fe ist in vier the­ma­ti­sche Halb­jah­re geglie­dert, die jeweils durch ein inhalt­lich umfas­sen­des Lek­türe­heft abge­deckt sind.

 

Q 11/1 Zitzl, Chris­ti­an: Lebens­ziel Glück. Phi­lo­so­phie­ren mit Sene­ca und Cice­ro. C. C. Buch­ner. [= Samm­lung ratio Heft 5]

 

Q 11/2 Kattler, Elisabeth/Streun, Rei­ner: (Un)verblümte Wahr­heit. Petron, Cena Tri­mal­chio­nis und Horaz, Ser­mo­nes mit einer Aus­wahl aus Catulls Spott­epi­gram­men. C. C. Buch­ner. [= Samm­lung ratio Heft 7]

 

Q 12/1 Lobe, Micha­el: Aurea aetas. Das Zeit­al­ter des Augus­tus. Mit Tex­ten von Sue­ton, Ver­gil, Livi­us und Horaz. C. C. Buch­ner. [= Samm­lung ratio Heft 9]

 

Q 12/2 Zitzl, Chris­ti­an: Lebens(t)raum Staat. Poli­tisch den­ken ler­nen mit Cice­ro. C. C. Buch­ner. [= Samm­lung ratio Bd. 10]

 

Grammatik (zur Wiederholung grammatikalischer Phänomene aus der Spracherwerbsphase)

 

Braun, Carola/Pfaffel, Wil­helm (Hgg.): for­ma. Latei­ni­sche Gram­ma­tik. C. C. Buch­ner.

Lateinkenntnisse

 

Beim Erwerb von Latein­kennt­nis­sen sind fol­gen­de Niveau­stu­fen zu unter­schei­den:

 

  • Lati­num
  • Aus­rei­chen­de Kennt­nis­se in Latein für Stu­die­ren­de der Katho­li­schen bzw. Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie
  • Gesi­cher­te Kennt­nis­se in Latein (sog. Klei­nes Lati­num)
  • Kennt­nis­se in Latein

 

Das Lati­num ist die umfas­sends­te Stu­fe der Latein­kennt­nis­se, die man in Bay­ern errei­chen kann. Jede Niveau­stu­fe schließt die jeweils nach­ge­nann­te Stu­fe mit ein. So hat ein bspw. Schü­ler, der das Lati­num erwor­ben hat, auto­ma­tisch auch aus­rei­chen­de Kennt­nis­se in Latein für das Stu­di­um der Theo­lo­gie und ein Schü­ler, der gesi­cher­te Kennt­nis­se in Latein nach­wei­sen kann, auto­ma­tisch Kennt­nis­se in Latein.

 

Erwerb:

 

Das Lati­num ist im Rah­men des Pflicht­un­ter­richts erwor­ben, wenn man in der Jahr­gangs­stu­fe 10 min­des­tens die Note „aus­rei­chend“ (Note 4) im Jah­res­zeug­nis erzielt hat. Dabei ist es egal, ob man die Jahr­gangs­stu­fe 10 ins­ge­samt bestan­den hat oder nicht.

 

Die gesi­cher­ten Kennt­nis­se in Latein (Klei­nes Lati­num) sind im Rah­men des Pflicht­un­ter­richts erwor­ben, wenn man in der Jahr­gangs­stu­fe 9 min­des­tens die Note „aus­rei­chend“ (Note 4) im Jah­res­zeug­nis erwor­ben hat. Auch hier ist es nicht von Belang, ob man die Jahr­gangs­stu­fe 9 ins­ge­samt bestan­den hat oder nicht.

 

Wer Latein zuguns­ten der spät­be­gin­nen­den Fremd­spra­che Spa­nisch am PKG abwählt oder die Jahr­gangs­stu­fe 10 im Aus­land ver­bringt, kann das Lati­num mit einer geson­der­ten Prü­fung („Lati­nums­prü­fung“) am Ende der 9. Jahr­gangs­stu­fe erwer­ben.

 

Einen Gesamt­über­blick zu die­ser The­ma­tik kann man sich im Amts­blatt des Baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums, Nr. 6, S. 78 vom 02. April 2013 ver­schaf­fen.