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Der akephale Nebensatz

Unnüt­zes Wis­sen Teil I

Was ist denn das?, wird sich so man­cher fra­gen. Mit dem Begriff Neben­satz wer­den die meis­ten Men­schen noch etwas anfan­gen kön­nen, doch was bedeu­tet ake­phal?

Das Wort ake­phal kommt aus dem Alt­grie­chi­schen: ἡ κεφαλή (he kephalé) bedeu­tet „Kopf“ und das Prä­fix (die Vor­sil­be) α- ist im Alt­grie­chi­schen das, was bei uns im Deut­schen „un-“ bedeu­tet, es drückt also eine Ver­nei­nung aus (des­we­gen wird es auch Alpha pri­va­ti­vum genannt, von lat. pri­va­re, dt. „berau­ben, befrei­en“, also das Prä­fix, wel­ches einem Wort die Ursprungs­be­deu­tung raubt oder sie ins Gegen­teil ver­kehrt. Bei­spiel: schön vs. unschön).

Ake­phal bedeu­tet also „kopf­los“. Und damit wird dann auch klar, was ein ake­pha­ler Neben­satz ist. Es han­delt sich dabei um einen „kopf­lo­sen“ Neben­satz, also einen, der kei­ne ein­lei­ten­de Sub­junk­ti­on hat.

Bei­spiel:

Hät­te ich Lust, wür­de ich mei­ne Haus­auf­ga­ben erle­di­gen.
(ake­pha­ler Neben­satz)

statt:

Wenn ich Lust hät­te, wür­de ich mei­ne Haus­auf­ga­ben erle­di­gen.
(Neben­satz mit Sub­junk­ti­on)