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Deutsch-Französischer Schüleraustausch in der Bretagne

Deutsch-fran­zö­si­scher Schü­ler­aus­tausch

Was heißt denn eigent­lich „Hand­tuch“ auf Fran­zö­sisch? Was sagt man denn, wenn jemand nie­sen muss? Und wie kann ich aus­drü­cken, dass ich zum Schla­fen eine Decke brau­che?
Dies waren die Fra­gen, die die Schü­ler beschäf­tig­ten, als wir uns vom 8. bis 18. März auf den Weg zum Schü­ler­aus­tausch in die Bre­ta­gne mach­ten. Da die­ses Mal unser Besuch in Frank­reich zuerst erfolg­te, war die Ner­vo­si­tät ziem­lich groß und jeder war gespannt dar­auf, end­lich ihre Part­ner ken­nen­zu­ler­nen, mit denen man zuvor nur über Mail oder What’s App Kon­takt gehabt hat­te. Nach unse­rer Ankunft fuh­ren alle ent­spre­chend auf­ge­regt mit ihren Gast­fa­mi­li­en nach Hau­se und am nächs­ten Mor­gen gab es dann schon viel über die ers­ten Ein­drü­cke von den Fami­li­en und deren All­tag zu berich­ten, bevor wir die Schu­le in Redon ken­nen­lern­ten.
Die fol­gen­den Tage wur­den dazu genutzt, die Part­ner, ihre Fami­li­en, die Schu­le sowie die fran­zö­si­sche Kul­tur und Lebens­wei­se immer bes­ser zu ver­ste­hen. Natür­lich waren vor allem ent­spre­chen­de Sprach­kennt­nis­se nötig, um sich ver­stän­di­gen zu kön­nen und obwohl eini­ge unse­rer Schü­ler erst seit die­sem Schul­jahr Fran­zö­sisch ler­nen, kamen alle erstaun­lich gut zurecht.
Das von unse­rer Part­ner­schu­le sehr abwechs­lungs­reich gestal­te­te Pro­gramm sah neben Besu­chen im Unter­richt und einem Emp­fang im Rat­haus auch eini­ge Exkur­sio­nen vor, die uns, unter ande­rem, zum welt­be­kann­ten Mont-Saint-Michel sowie in die Salz­gär­ten der Gué­ran­de führ­ten. Und natür­lich durf­te auch ein Aus­flug an die Küs­te nicht feh­len. Gegen Ende unse­res Auf­ent­halts konn­ten unse­re Schü­ler auch noch ihre Geschick­lich­keit an der Klet­ter­wand sowie ihre Koch­ta­len­te bei der Zube­rei­tung ech­ter fran­zö­si­scher Crê­pes unter Beweis stel­len. Die­se waren so gut gelun­gen, dass sie, kaum geba­cken, auch schon ver­speist waren.
Nach zehn erleb­nis­rei­chen Tagen mach­te der teil­wei­se trä­nen­rei­che Abschied von den Fami­li­en deut­lich, dass sich die Schü­ler dort wirk­lich wohl gefühlt hat­ten. Um die lan­ge Heim­rei­se ein wenig inter­es­san­ter zu gestal­ten, lie­ßen wir uns einen kur­zen Abste­cher nach Paris nicht neh­men und so man­cher war bei der Stadt­rund­fahrt doch sehr erstaunt, wie vie­le Autos und Men­schen noch um Mit­ter­nacht auf den Champs-Ely­sées unter­wegs sind.
Bei dem Gegen­be­such in Gerst­ho­fen hat­ten dann alle die Gele­gen­heit, die ent­stan­de­nen Freund­schaf­ten wei­ter zu pfle­gen und die zahl­rei­chen Gemein­sam­kei­ten zwi­schen bei­den Kul­tu­ren zu ent­de­cken. Am Abend des 25. März kamen unse­re fran­zö­si­schen Gäs­te mit ihren Begleit­leh­re­rin­nen Frau Ricor­del und Frau Cail­lé-Béd­art in Gerst­ho­fen an, wo sie von den deut­schen Part­nern und ihren Fami­li­en sehr herz­lich in Emp­fang genom­men wur­den. Gleich am Fol­ge­tag wur­de die fran­zö­si­sche Grup­pe vom drit­ten Bür­ger­meis­ter der Stadt Gerst­ho­fen, Herrn Rein­hold Dempf, im Rat­haus emp­fan­gen, wobei sich die Schü­ler sogar ins Gol­de­ne Buch der Stadt ein­tra­gen durf­ten. In den fol­gen­den Tagen absol­vier­ten unse­re Gäs­te ein abwechs­lungs­rei­ches Besich­ti­gungs­pro­gramm, wel­ches sie sowohl nach Augs­burg und Nörd­lin­gen als auch nach Neu­schwan­stein führ­te. Auch kamen gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen mit den deut­schen Aus­tausch­part­nern nicht zu kurz. Beim Bow­ling­spie­len und Bier­krug­stem­men konn­ten alle ihre sport­li­chen Fähig­kei­ten und ihre sprach­li­chen Talen­te beim Auf­sa­gen von Sprich­wör­tern unter Beweis stel­len.
Die Stim­mung wäh­rend des gesam­ten Aus­tau­sches war wirk­lich aus­ge­zeich­net, sodass alle mit gro­ßer Zufrie­den­heit auf das Erleb­te zurück­bli­cken. Bei der Ver­ab­schie­dung am 2. Mai wur­de aus­gie­big geweint – ein Zei­chen dafür, dass inten­si­ve Kon­tak­te geknüpft wur­den …
Unser Dank gilt neben der Schul­lei­tung und der Stadt Gerst­ho­fen auch den Eltern, die frem­de Kin­der „adop­tie­ren“ und es ihnen ermög­li­chen, einen guten Ein­blick in den All­tag einer Fami­li­en zu bekom­men. Mer­ci!

OSt­Rin Nico­le Lip­pert und StRin Maria Kle­ment